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Altenburg "Eine Medaille ist drin": Maria Müller drückt Kollegen bei Olympia die Daumen
Region Altenburg "Eine Medaille ist drin": Maria Müller drückt Kollegen bei Olympia die Daumen
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18:18 26.07.2012
Muss noch auf ihr Kampftraining verzichten: Maria Müller. Quelle: Mario Jahn

"Steh auf, wenn du am Boden liegst", lautet der persönliche Leitspruch im Profil Maria Müllers auf der Internetseite des Deutschen Ringer-Bundes. Aufrappeln muss sich die 26-jährige Altenburgerin auch dieser Tage, wenn in London die Olympischen Spiele beginnen und die Ringerin nur am heimischen Fernseher dabei sein kann.

Bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr hatte sich Müller eine komplizierte Schulterverletzung zugezogen, die bis heute schmerzt. "Bis zum Ende des Jahres darf ich nicht ringen", sagt sie mehr als ein Jahr später mit bedrückter Stimme.

Auch die Qualifikations-Turniere für Olympia fanden ohne die sechsfache Deutsche Meisterin statt, die lange auf den Traum London hingearbeitet hatte. Momentan hält sich Maria Müller mit Laufeinheiten durch die Jenaer Berge fit, wo sie am Leistungszentrum trainiert und bei der Polizei arbeitet. Auch Kraftübungen stehen auf ihrem täglichen Trainingsplan.

Der vertrauten Ringermatte muss sie jedoch wohl oder übel fernbleiben: "Ringen wäre mit einer verletzten Schulter nicht möglich." Ende des Jahres wird sie erneut untersucht werden. Gemeinsam mit den Ärzten und Trainern will sie dann entscheiden, wie es weiter geht.

Die heute stattfindende Eröffnungsfeier in London (ab 21.30 Uhr/ZDF) will sich die OVZ-Sportlerin trotz zerplatztem Olympiatraum auf jeden Fall angucken. Mit Deutschlands einziger Olympia-Ringerin Alexandra Engelhardt telefoniert Müller regelmäßig, um sich über den Trainingsstand und die Stimmung im Olympischen Dorf zu informieren. Auch mit den Bundestrainern steht sie weiterhin im Kontakt. "An einem guten Tag, mit einem guten Los, ist eine Medaille für Deutschland drin", tippt Müller vor dem Start der Wettkämpfe. Den Kollegen drückt sie die Daumen.

2016 finden in Rio de Janeiro die nächsten Olympischen Sommerspiele statt. Dann wäre Maria Müller 31 Jahre alt. So weit planen möchte sie aber nicht. "Das ist zu weit weg", winkt sie ab. Sie setzt sich kurzfristige Ziele. Erst will sie ihre Schulterverletzung auskurieren und zurück auf die Ringermatte. Alles andere kommt später.

Maria Müller im Portrait

- Geburtsdatum: 04.10.1985

- Geburtsort: Altenburg

- Wohnort: Jena

- Beruf: Polizistin

- Stilart: Freistil

- Gewichtsklasse: 72 kg

- Verein: SV Lok Altenburg

- Deutsche Meisterschaften: 2002, 2006, 2008, 2009, 2010, 2011

- Europameisterschaften: Bronze 2007, Bronze 2004, 2005 (Junioren)

- Weltmeisterschaften: Bronze 2006

- OVZ-Sportlerin des Jahres 2004, 2006, 2011

Conrad Ziesch

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