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Altenburg Eine Million Euro Fluthilfe ausgezahlt - doch die nächste Million fehlt
Region Altenburg Eine Million Euro Fluthilfe ausgezahlt - doch die nächste Million fehlt
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20:22 24.07.2013

Schnell hatte der Freistaat gleich nach der Katastrophe den betroffenen Landkreisen Gelder zur Verfügung gestellt, mit denen Betroffenen unbürokratisch geholfen werden sollte. "Wir bekamen eine Million Euro aufs Konto, doch dieses Geld ist inzwischen ausgegeben. Streng nach den Empfehlungen unserer Schadenskommission und durch Rechnungen belegt. Wir brauchen allerdings mindestens noch einmal so viel", sagt Sojka auf OVZ-Anfrage.

Aktuell seien 1,07 Millionen Euro nachgefordert worden für Hilfeleistungen, für die inzwischen ebenfalls Rechnungen vorliegen. "Ich weiß, dass auch das nicht reichen wird", ahnt sie.

Doch dann verzögerte sich die Überweisung dieser zweiten Rate unerwartet. Noch am Montag war deshalb von der Verwaltungschefin erwogen worden, gemeinsam mit Bürgermeistern nach Erfurt zu fahren, um Druck zu machen. Die Aktion sei erst einmal abgeblasen worden, weil es optimistisch stimmende Signale aus den Ministerien gab. Das Geld könnte bis Ende der Woche da sein, hofft die Landrätin, die gerade ihren Urlaub verschoben hat, weil Stellvertreterin Christine Gräfe (66, CDU) erkrankt ist und die Behörde angesichts solcher Probleme nicht führungslos sein soll.

Ein weiterer Grund für Verzögerungen bei der Fluthilfe sei die Unklarheit über die konkreten Aufbauhilfen des Landes für den privaten Bereich. "Erst wenn diese Gelder alle ausgezahlt sind, wissen wir wirklich, welche Härtefälle am Ende übrig bleiben, denen wir dann mit Geld von unserem Spendenkonto helfen können", erläutert Sojka. Insofern sei es auch unschädlich, dass die Regularien zur Verteilung dieser über 110 000 Euro noch nicht festgezurrt sind, weil die Fraktionen noch nicht ihre Vertreter für das Vergabe-Gremium benannten. Vor Mitte/Ende August werde es nicht so weit sein.

Günter Neumann

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