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Eine Welt aus Blau und Rot - Altenburger Handballerinnen schwitzen für Oberliga-Saison

Eine Welt aus Blau und Rot - Altenburger Handballerinnen schwitzen für Oberliga-Saison

Rot und blau sind nicht nur die Vereinsfarben des SV Aufbau Altenburg, sondern stehen zugleich für die Elemente der Saisonvorbereitung der Oberliga-Handballerinnen.

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Schwitzen für die Oberliga: Die Handballerinnen des SV Aufbau liefern auf der Tartanbahn heiße Sprints ab. Lucie Dorotikova, Neuzugang Nancy Mahnstein und Franziska Keller (vorn v.l.) sind fast gleichauf.

Quelle: Eagle Media Leipzig

Seit 25. Juli bringt sich die neu formierte Mannschaft von Trainer Volker Friedrich auf der roten Tartanbahn und im blauen Wasser in Form für die Saison. An deren Anfang steht das DHB-Pokalspiel am 1. September gegen Zweitligist Spreefüxe Berlin (15.30 Uhr, Goldener Pflug). Der erste Test verlief erfolgreich. Denn die Skatstädterinnen gewannen ein Blitzturnier in Zwickau.

 

Es ist warm dieser Tage im Altenburger Land - kein Grund für die Aufbau-Frauen, auf Training zu verzichten. Im Gegenteil. Es geht ab ins kühle Nass, doch von Entspannung kann dabei keine Rede sein. Neben Kurzstrecken im Brust-, Kraul- und Rückenschwimmen stehen auch Langstrecken auf dem Programm. Neben den drei Team-Trainings pro Woche absolvieren die Spielerinnen derzeit zusätzliche Fitnesseinheiten mit Physiotherapeut André Dahl und müssen sich vor allem in ihrer Vielseitigkeit im Kraft-, Konditions- und Koordinationsbereich beweisen.

 

Außer dem Schwimmtraining gehört auch die Tartanbahn im Moment zu den Hauptelementen des Trainings. Denn während im blauen Element vor allem Kraft und Koordination trainiert werden, geht es im roten um Schnelligkeit und Kondition. Neben Kurz- und Langsprints stehen dementsprechend auch Ausdauerstrecken und Waldläufe auf dem Programm. Seit dem 14. Juli rollt neben der intensiven blau-roten Saisonvorbereitung aber auch der Ball. Mit spezifischen Hallentrainings arbeiten Chefcoach Volker Friedrich, Co-Trainer Sascha Beier, Physio Dahl und Mannschaftsbetreuer Rick Wurzbach intensiv an der Neuformierung des Teams.

 

Neben altbekannten und erfahrenen Gesichtern wie Torhüterin Franziska Keller, den Flügelflitzern Yvonne Dietrich, Peggy Biele und Franziska Holz, der derzeit noch verletzten Allrounderin Stefanie Lingk und der Rückraumachse aus Lucie Dorotikova und Lucie Mrozkova werden auch neue Spielerinnen ins Team integriert. Mit Zugängen aus der HCL-Jugend, von Oberliga-Konkurrenten sowie Verstärkung aus der eigenen Frauen- und Jugendabteilung wächst ein neues Spielkonzept, aber auch ein neuer blau-roter Teamgeist.

 

Bis 30. August hat die Mannschaft nun Zeit, sich auf die Saison und zeitgleich das erste große Highlight vorzubereiten, denn mit dem heimischen Wenzelpokal-Turnier steht auch der DHB-Pokal vor der Tür. Bevor erneut Bundesliga-Handball in Altenburg Einzug hält, reisen die Aufbau-Frauen vom 21. bis 24. August noch ins Trainingslager, nehmen an diversen Turnieren teil und absolvieren einige Testspiele, um am 1. September gegen den Berliner Zweitligisten anzutreten und die neue Saison zu eröffnen.

 

Auf dem Weg dahin gewann die Friedrich-Sieben am Wochenende erwartungsgemäß das erste Turnier mit Sachsenligist Chemie Zwickau und dem sächsischen Verbandsligisten Rotation Weißenborn. Zwei Siege, eine Niederlage und ein Unentschieden standen zu Buche, was zum ersten Turniersieg reichte. Dabei mussten die Skatstädterinnen sogar noch auf Stammspielerin Lucie Dorotikova, Torhüterin Elisa Wippich und Neuzugang Eileen Herzinger verzichten. Dennoch zeigte sich im ersten Spiel gegen die Gastgeber aus Zwickau, dass die anderen Handballerinnen gewillt sind, ihre Einsatzzeiten effektiv und engagiert zu nutzen. Nach einer kurzen Abtastphase verlief das Spiel auf Augenhöhe, am Ende jedoch mit dem glücklicheren Ende für den Gastgeber. Der Sachsenligist sicherte sich mit 11:10 den ersten Erfolg im Turnier.

 

Deutlich wurde während des Wettkampfs vor allem, dass es noch Abstimmungsprobleme gibt. Kein Wunder, denn das Team spielte erstmals zusammen. Allerdings war das kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Denn während auf dem Parkett noch an der Feinjustierung gearbeitet werden muss, demonstrierte die Mannschaft bereits einen enormen Teamgeist. So agierten die Altenburgerinnen auch im zweiten Spiel gegen Weißenborn, nutzten die Schnelligkeitsvorteile gegen den unterklassigen Gegner meist konsequent aus und setzten sich letztlich mit 20:14 durch.

 

In der Turnier-Rückrunde wollte das Team die Schmach der Niederlage aus dem ersten Spiel wiedergutmachen. Mit einem 14:8-Sieg gegen Zwickau gelang dies auch. Anknüpfen an die Leistung aus dem Hinspiel gegen Weißenborn konnten die Altenburgerinnen aufgrund der vielen Wechsel jedoch nicht mehr und beendeten das Turnier mit einem 14:14. Aufgrund des besseren Punkte- und Torverhältnisses sicherte sich der Viertligist dennoch den Turniersieg. Der war zwar bei der Turnierbeteiligung zu erwarten, ist aber aufgrund der Integration von zehn neuen Spielerinnen und der Entwicklung eines neues Spielkonzepts keine Selbstverständlichkeit.

 

Nach dem ersten Turnier geht die Saisonvorbereitung in vollen Zügen weiter. Noch diese Woche trifft das Team in einem Testspiel auf Oberliga-Absteiger BSV Sachsen Zwickau II.

Annekathrin Rudolph

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