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Altenburg Eine grüne Mitte für Altenburg-Nord
Region Altenburg Eine grüne Mitte für Altenburg-Nord
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23:32 01.04.2015

Das vorläufige Konzept für die Umgestaltung des Areals stellte Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) bei einer Einwohnerversammlung der Öffentlichkeit vor.

Und die war mehr als interessiert an den Plänen, die seit dem Ideenworkshop im vergangenen Juni gemeinsam mit der Erfurter Fachhochschule für Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst erarbeitet worden sind. Fast 150 Menschen drängten sich in die Begegnungsstätte und sahen in die Zukunft ihres Stadtteils.Im Kern soll ab kommendem Jahr dort, wo sich heute großflächig Beton an Beton reiht, eine große Grünfläche entstehen. Es sei eine "erlebbare Natur mit vertretbarem Pflegeaufwand" vorgesehen, beschrieb Gerd Tschersich, Lehrbeauftragter an der Fachhochschule, und benannte eines der Ziele: "Wir stellen uns das so vor, dass wir vielfältige Aufenthaltsbereiche für verschiedene Generationen schaffen." Für die Natur sollen nach dem jetzigen Stand unter anderem auch das kaum genutzte Rondell und einige Gebäude weichen. Bezüglich des Hauses am Nordplatz 13 sei man mit dem Insolvenzverwalter des Eigentümers im Gespräch, sagte Wolf. Ob ein Ankauf gelingt, stehe aber noch nicht fest. Ebenso mit einem Fragezeichen ist auch die Zukunft der Albert-Levy-Straße 59a versehen: Entweder das Gebäude wird abgerissen, oder es entsteht hier ein betreutes Wohnen. Das Deutsche Rote Kreuz wolle im Mai entscheiden, ob es an dieser Stelle investiert, sagte Wolf.

An den Park soll sich im Norden, dort wo jetzt Sanitäts-, Ärztehaus und Sparkasse sind, eine kleingliedrige Einzelhandelsstruktur anschließen. Die Entwicklung eines funktionierenden Stadtteilzentrums ist eines der Kernziele der Umgestaltung. "Aber wir können den großen Einzelhandelsunternehmen nicht vorschreiben, wo sie investieren", sagte Wolf in Bezug auf den zum Jahresende geschlossenen Supermarkt. Die Umgestaltung werde "eine Aufwertung mit sich bringen", zeigte er sich dennoch überzeugt. Insgesamt sollen 615 000 Euro in das Vorhaben investiert werden.

Bei den Bewohnern kamen die Vorschläge gut an. "Mir sagt das Konzept echt zu. Menschen, die schon seit 40 Jahren in Altenburg-Nord wohnen, werden ihren Stadtteil wieder als lebenswert empfinden", sagte zum Beispiel Heiko Wallus. Und Wolfgang Böhm, bekannt vom Altenburger Geschichtsverein, lobte: "Dass Altenburg-Nord eine Erweiterung erfährt durch dieses viele Grün, das finde ich großartig."

Kritik regte sich allerdings vor allem an einem Punkt: die möglicherweise unzureichende Beleuchtung in dem künftigen Park. "Ein erlebbarer Park, der abends dunkel ist", hatte Wolf angekündigt, dass Straßenlaternen nicht überall aufgestellt werden könnten. Für Eltern war diese Sichtweise nicht verständlich. "Ich mache mir Sorgen, weil Kinder auch im Winter durch den Park zur Schule laufen werden", äußerte sich eine Mutter beunruhigt. © Kommentar

Jenifer Hochhaus

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