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Eine prickelnde Herausforderung - Neun Organisten greifen beim "Konzert der Besten" in die Tasten

Eine prickelnde Herausforderung - Neun Organisten greifen beim "Konzert der Besten" in die Tasten

Das "Konzert der Besten" mit der Übergabe der Zertifikate an die Teilnehmer durch den Schossdirektor Thomas Knechtel hat auch in diesem Jahr die Thüringische Orgelakademie beendet.

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Haben es ins Konzert der Besten geschafft: Sung-Rim Park, Yuho Suzuki, Carsten Ehret, Solveig Weigel, Philipp Hövelmann, Michał Skowronek, Karol Hilla, Ilpo Laspas und Heiner Kedzior (v.l.).

Altenburg. Von Felix Friedrich*

Organisten und Studenten aus insgesamt zehn Ländern waren nach Altenburg, dem Stammsitz der Thüringischen Orgelakademie, gekommen, um gemeinsam mit international renommierten Professoren an historischen Orgeln zu arbeiten. Das Abschlusskonzert besitzt innerhalb der Akademie einen besonderen Stellenwert. Und natürlich möchte jeder Teilnehmer gerne einmal an der berühmten Altenburger Trost-Orgel in einem Konzert auftreten und mit seinem Können brillieren.

Insofern bedeutete es für die Gastprofessoren, zu denen Paolo Crivellaro aus Mailand und Ludger Lohmann aus Stuttgart gehörten, keine leichte Entscheidung, eine Auswahl an Spielern für dieses Konzert zu treffen. Denn alle 23 Organisten der diesjährigen Akademie können wahrlich nicht in der Veranstaltung auftreten. Und so bekamen neun von ihnen die Chance dazu.

Sie waren einerseits sehr stolz, in die Tasten der Trost-Orgel greifen zu dürfen. Andererseits ist ihre Anspannung vor dem Konzert und bei der Generalprobe nicht zu übersehen und zu überhören gewesen. Schließlich möchte sich keiner vor seinen Studienkollegen, vor den Professoren und nicht zuletzt vor dem Altenburger Publikum blamieren. Deshalb stellte dieses Konzert eine besondere und prickelnde Herausforderung für die neun dar.

Doch auch in diesem Jahr erfüllten alle Organisten die Erwartungen und präsentierten sich in Bestform. Carsten Ehret, Solveig Weigel und Philipp Hövelmann aus Deutschland eröffneten das Programm mit Orgelmusik des 17. Jahrhunderts aus Norddeutschland und Holland und zeigten, dass sie die Trost-Orgel perfekt beherrschten und dass ihr Spiel den aufführungspraktischen Maßstäben gerecht wird.

Sung-Rim Park aus Südkorea, Yuho Suzuki aus Japan und Karol Hilla aus Polen hatten sich drei nicht einfach zu interpretierenden Werken von Johann Sebastian Bach angenommen. Es war wieder erfrischend zu hören, wie die Organisten mit ihrem jugendlichen Elan an diese Meisterwerke barocker Orgelkunst herangegangen sind. Unbekümmert, aber auch sehr diszipliniert setzten sie den Notentext in Musik um.

Auch der Altenburger Hoforganist und Bachschüler Johann Ludwig Krebs war im Programm mit einer Fuge vertreten, gespielt von dem bereits gestandenen Organisten Heiner Kedziora aus Göttingen. Ganz erstaunlich war die Leistung des jüngsten Teilnehmers der Thüringischen Orgelakademie, des 14-jährigen Michał Skowronek aus Polen. Mit viel Sensibilität und absoluter Sicherheit brachte er Felix Mendelssohn Bartholdys Präludium in G-Dur aus op. 37 zu Gehör. Auf die weitere künstlerische Entwicklung dieses Talents kann man gespannt sein.

Den fulminanten Schluss gestaltete Ilpo Laspas, der 2. Preisträger beim Internationalen Bachwettbewerb 2008 in Leipzig. Mit vollem Klang der Trost-Orgel und einer virtuosen Komposition von Franz Liszt nach einer Vorlage von Johann Sebastian Bach ließ er das eindrucksvolle Abschlusskonzert der 22. Thüringischen Orgelakademie ausklingen.

* Unser Autor ist Organist und Musikwissenschaftler und leitet die Thüringische Orgelakademie.

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