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Altenburg Einigung bei großen Standesamtsbezirk Altenburg
Region Altenburg Einigung bei großen Standesamtsbezirk Altenburg
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20:05 01.02.2012

Von Marlies Neumann

"Wir hatten schon damals signalisiert, dass wir kompromissbereit sind", erklärt Uwe Melzer, Chef der VG Pleißenaue. Er hatte gefordert, dass in einem großen Standesamtsbezirk das Personal nicht wie von Altenburg vorgesehen auf 4,55 Beschäftigte aufgestockt werden sollte, sondern auf der bisherigen Personalstärke beharrt (OVZ berichtete). Damit geriet Melzer vor allem in die Kritik von Barbara Golder (CDU), Bürgermeisterin von Meuselwitz, und deren Luckaer Amtskollegin Kathrin Backmann (SPD). Denn Melzers Forderung hätte bedeutet, dass es in beiden Städten keine Trauungen mehr gegeben hätte.

Nachdem das Projekt Groß-Standesamt am Veto der VG Pleißenaue gescheitert war, gab es jede Menge Bewegung in der Angelegenheit. Es galt zu entscheiden: Die ganze Sache sein lassen oder einen neuen Versuch unternehmen. Die Beteiligten entschieden sich weiterzumachen und einen Weg zu suchen, den alle mitgehen.

Und den scheint OB Wolf gefunden zu haben. Denn mit seinem Kompromissvorschlag, nicht wie vorgesehen eine Personalstärke von 4,55 sondern nur noch von 4,2 im Standesamt vorzuhalten, ist er den Verhinderern der großes Verwaltungseinheit ein Stück entgegengekommen. Die wollten zwar an den bisherigen vier Stellen festhalten, haben sich Altenburg nun aber ebenfalls ein Stück angenähert. "Es war gut, dass wir hartnäckig geblieben sind. Denn mit der neuen Personalstärke zahlen nun alle weniger", meint Melzer.

Dem Zugehen von Wolf auf Melzer und die Mitgliedsgemeinden der VG Pleißenaue war ein Ringelspiel mit Meuselwitz und Kriebitzsch vorausgegangen, die wie berichtet ohne Lucka dem Standesamtsbezirk beitreten wollten. "Dieses Ansinnen haben wir abgelehnt, denn Lucka lassen wir nicht außen vor", betont Wolf auf OVZ-Nachfrage. Deshalb sei nach einem Konsens gesucht worden, mit dem das Heiraten in den beiden Städten weiter gesichert ist und auch wöchentliche Bürgersprechstunden machbar sind. Das geht allerdings nicht ganz ohne Personalaufstockung, doch mit den 0,2 Stellen mehr scheint der Konsens gefunden zu sein, mit dem alle leben können.

"Damit sparen wir Kosten und vermeiden eine Kostenexplosion für die Standesämter in der Nordregion. Und ich denke, dass ich mit dem Kompromissvorschlag gezeigt habe, dass ich auf andere Kommunen zugehen kann", betont Wolf ausdrücklich.

Der Kompromissvorschlag hat jedoch einen Haken: Altenburg übernimmt nur noch eine Mitarbeiterin, und zwar die aus Meuselwitz. Lucka habe sich zugunsten der Erweiterung des Standesamtes bereit erklärt, die Arbeitskraft zu behalten. "Wir müssen zwar nun damit klarkommen, dass die Arbeit der Kollegin wegfällt, sie aber weiter beschäftigt werden muss. Da im Herbst eine Mitarbeiterin in Rente geht, lässt sich das Problem zum Glück unkompliziert lösen", meint Lucka Bürgermeisterin.

Die endgültige Entscheidung für die Erweiterung des Standesamtsbezirkes fäll Anfang März.

-Standpunkt Seite 13

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