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Einmal um die Pyramide – Museumsnacht startet erstmals mit antikem Ritus

Altenburg Einmal um die Pyramide – Museumsnacht startet erstmals mit antikem Ritus

In diesem Jahr werden die Altenburger am 10. Juni zur inzwischen schon 18. Museumsnacht wieder auf den Beinen sein – wandelnd zwischen den Kultureinrichtungen am Schlosspark und an weiteren Orten in der Stadt. Neben traditionellen Offerten haben sich die Veranstalter der Museumsnacht diesmal etwas ganz Besonderes einfallen lassen.

Schüler der Erich-Mäder-Schule mit Kunstpädagogin Jacqueline Glück und Bildhauerin Susann Schade beim Bau der Pyramide für die Museumsnacht.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. In diesem Jahr werden die Altenburger am 10. Juni zur inzwischen schon 18. Museumsnacht wieder auf den Beinen sein: Im buchstäblichen Sinne bereits während des Skatstadt-Marathons am selben Tag und am Abend wandelnd zwischen den Kultureinrichtungen am Schlosspark und an weiteren Orten in der Stadt.

Neben traditionellen Offerten haben sich die Veranstalter der Museumsnacht diesmal etwas ganz Besonderes einfallen lassen: einen gemeinsamen Beginn für alle teilnehmenden Einrichtungen. Nach antikem Vorbild wird eine Siegerehrung hinter dem Lindenau-Museum inszeniert und theatral ausgestaltet. Hier wird gezeigt, wie Marathonläufer in der Antike geehrt wurden. Schauspieler des Altenburg-Geraer Theaters, Tänzer des Kinder- und Jugendballetts, Laienschauspieler der Altenburger Mitspielerakademie, viele Marathonläufer und auch der Oberbürgermeister der Stadt werden eine Rolle in der Aufführung spielen.

„Entsprechend einem Ritus aus dem alten Ägypten wird OB Michael Wolf um seine Teilnahme an der antiken Siegerehrung gebeten“, verrät Angelika Wodzicki vom Lindenau-Museum. „Wir hoffen, ihn von einem kleinen Test nach einem altägyptischen Ritual begeistern zu können.“ Denn sowohl bei Amtsantritt als auch nach einer längeren Regierungszeit – im alten Ägypten waren das 30 Jahre, aber 17 Jahre wie bei Wolf sind auch schon eine lange Zeit – sei der Pharao dazu verpflichtet gewesen, seine körperliche Fitness durch das Absolvieren eines Laufes zu demonstrieren. Bauliche Anlagen für diesen Test sind bis heute erhalten geblieben. Die Organisatoren stellen sich nun einen Lauf um das Lindenau-Museum vor. Nach bestandenem Test erhält der Pharao oder in diesem Fall Oberbürgermeister die Insignien seiner Macht: Wedel und Krummstab.

Mit Kindern und Jugendlichen der Erich-Mäder-Schule wurde in einem Workshop in den Osterferien das Modell einer Pyramide mit Laufstrecke nachgebaut. Die Schüler werden ihr Modell an diesem Abend im Lindenau-Museum vorstellen.

Die weiteren Angebote der Museumsnacht sind vielfältig. Das Lindenau-Museum wird beispielsweise ebenfalls passend zum Thema Marathon Siegerkränze und antike Trinkgefäße präsentieren. Das Residenzschloss bietet Einblicke in die wertvolle Uhrensammlung, präsentiert seltene Medaillen und bringt den majestätischen Klang der Trostorgel zu Gehör. Im Mauritianum dreht sich alles um glitzernde Kostbarkeiten und Mitmachangebote vom Keller bis zum Dach. Im Teehaus wird das Schauspiel„Die Unverbesserlichen“ gegeben. Im Historischen Friseursalon gibt es das passende Make-up für den Abend und das Schnapsmuseum kredenzt unter anderem Schnapspralinen.

Wie in den Vorjahren wird das Programm der teilnehmenden Kultureinrichtungen auch wieder zahlreiche Angebote für Kinder bereithalten. Außerdem sind die kleinen Besucher eingeladen, ihre Taschenlampen mitzubringen und sich bei beginnender Dunkelheit auf den Weg zum Treff „Zur schönen Aussicht“ an der Teehauswiese zu machen. Dafür können zuvor auch Laternen im Mauritianum gebastelt werden. Um 22 Uhr beginnt dann die Feuershow von „Jonny K“ für die kleinen Nachtschwärmer.

Neu wie Start und Feuershow ist übrigens auch die Tatsache, dass die Teilnehmer des Skatstadtmarathon nicht mehr kostenlos Einlass zur Museumsnacht erhalten, sondern nur eine rabattierte Karte. Bei rund 400 Marathonis im Vorjahr sind das bei sechs Euro pro Ticket Einnahmen von etwa 2400 Euro, auf die die Museen am Ende doch nicht mehr verzichten können oder wollen.

Die Altenburger Museumsnacht bildet übrigens den Auftakt für den ersten Altenburger Kultursommer, informiert die Stadtverwaltung. Den Abschlusspunkt setzt dann der Spielzeit-Auftakt des Altenburg-Geraer Theaters am 17. September.

Die Museumsnacht beginnt um 18 Uhr und endet nach Mitternacht. Der Eintritt kostet acht Euro. Azubis, Studenten, Schwerbehinderte und die Teilnehmer des Skatstadtmarathons zahlen sechs Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist der Eintritt frei. Der Betrag wird einmalig entrichtet. Die Eintrittskarten sind ab 18 Uhr bei allen beteiligten Einrichtungen zu erhalten. Das komplette Programm der Museumsnacht finden Sie in der Freitag-Ausgabe der OVZ.

Von Ellen Paul

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