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Altenburg Einstimmig: Der Altenburger Wolfgang Preuß ist Thüringens Kleingartenchef
Region Altenburg Einstimmig: Der Altenburger Wolfgang Preuß ist Thüringens Kleingartenchef
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19:34 23.10.2017
Wolfgang Preuß. Quelle: Foto: Mario Jahn
Erfurt

Wolfgang Preuß ist am Sonnabend bei der Gesamtvorstandssitzung des Thüringer Landesverbandes der Kleingärtner einstimmig als Präsident bestätigt worden. Der 72-jährige Altenburger hat das Amt bereits seit dem überraschenden Tod von Alt-Präsident Rainer Merkel im Mai diesen Jahres kommissarisch bekleidet und war zuvor stellvertretender Präsident. Der promovierte Wirtschaftspädagoge ist beileibe kein Unbekannter in Kleingärtnerkreisen: Seit der Wende steht er bereits dem Regionalverband der Kleingärtner Altenburger Land vor und war schon zu DDR-Zeiten seit 1. März 1980 Kreischef der Vorgängerorganisation Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK).

Als neuer Präsident will Preuß den Verband, dem im Freistaat 28 Regionalverbände mit 1461 Kleingartenvereinen angehören, für die Zukunft aufstellen. „Wir brauchen eine viel stärkere Lobbyarbeit mit viel stärkeren Kontakten zu anderen Vereinen und Verbänden sowie der Politik. Derzeit verwaltet sich der Verband eher nur selber, wovon wir wegkommen müssen“, so Preuß. Weiterhin umreißt er drei Schwerpunkte. „Wichtig ist die Personalqualifizierung sowie ein effizienterer Einsatz des vorhandenen, aber immer weniger werdenden Personals auf Vereins- sowie Verbandsebene“, sagt Preuß. Effekte sieht er unter anderem auch darin, Kleingartenparks zu gründen, in denen mehrere Anlagen aufgehen.

Ganz drängend ist für den 72-Jährigen auch eine Ausweitung des in Altenburg bereits praktizierten Leerstandsmanagements, um ausufernde Leerstände in den Anlagen wegen fehlender Nachfrage vorzubeugen. „Hier muss auch die Landespolitik mit ins Boot. Das Kleingartenwesen muss ein integraler Bestandteil des Programmes Städteumbau Ost werden.“

Streitbar ist Preuß für seine Sache bekanntlich immer. Erst im März diesen Jahres zeigte er als Chef des hiesigen Regionalverbandes den ZDF-Moderator Claus Kleber wegen übler Nachrede sowie Herabwürdigung des Ehrenamts an, weil Kleber in einer Moderation behauptet hatte, in Altenburger Sparten hingen so viele Reichskriegsflaggen wie bundesdeutsche Fahnen. Mit der Anzeige sorgte Preuß für bundesweites und internationales Medienecho.

Ein Treffen mit Claus Kleber steht am kommenden Freitag in Mainz an.

Von Jörg Wolf

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