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Altenburg Einzigartiges Projekt am Altenburger Förderzentrum Erich Kästner
Region Altenburg Einzigartiges Projekt am Altenburger Förderzentrum Erich Kästner
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18:05 23.08.2017
Mit Farbe und Stift sowie ganz viel Kreativität haben sich die Kästnerschüler dem Thema „Wir“ bei den Projekttagen genähert. Quelle: privat
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Altenburg

Die ersten Tage des neuen Schuljahres waren für die Mädchen und Jungen am staatlich regionalen Förderzentrum „Erich Kästner“ ganz besondere. Denn Unterricht im herkömmlichen Sinne stand nicht auf dem Plan. Vielmehr absolvierten die Erst- bis Zehntklässler unter dem Motto „Ich-Du-Wir“ eine Projektwoche mit ganz besonderem Anliegen.

„Mit einer oder zwei Projektwochen zu bestimmten Themen starten wir immer in ein neues Schuljahr. Mit rund 30 Schülern haben wir aktuell sehr viele Neuzugänge in den verschiedenen Klassenstufen. Da lag förmlich auf der Hand, sich aktuell mit dem Thema Gemeinschaft zu befassen. Unter anderem, um die Neuen gut bei uns zu integrieren“, so die stellvertretende Schulleiterin Mandy Schwarz.

Auf den unterschiedlichsten Wegen näherten sich die Kästnerschüler dem Thema und setzten es um. „Unterteilt nach Grund-, Mittel- und Oberstufe waren unterschiedliche Aufgabenstellungen umzusetzen.“ Die Kleinsten studierten diverse Tänze ein und die etwas Älteren der Grundstufe befassten sich mit dem Buch „Wir“.

Die Mittelstufe entwarf Gedichte und ein kleines Theaterstück, die Größten griffen zu Stift sowie Sprühdosen und setzten dieses Thema unter Anleitung des Teams von der Farbküche auf Leinwänden um. „Zudem gab es diverse Workshops zu Themen wie Erste Hilfe oder Wasserrettung, also alles Bereiche, wo es auf Teamwork und Miteinander ankommt“, erklärte die stellvertretende Schulleiterin.

Und was in diesem Projekttagen an vielfältigen Ergebnissen entstand, beeindruckte selbst die erfahrene Pädagogin. „Vor allem, wie sich fast alle auf dieses Thema einließen und dabei trotz bekannter Probleme auch aus sich heraus gingen“, meint Schwarz.

So gebe es unter den derzeit 161 Schülern in 15 Klassen mit Sonderschulbedarf eine Reihe von Mädchen und Jungen, die sonst sehr verschlossen sind, im wahrsten Sinne des Wortes kaum ein Wort hervor bringen. „Und bei unserer Abschlussveranstaltung haben die Gedichte vor versammelter Schule vorgetragen oder Geschichten erzählt.“

Beeindruckend auch die malerischen Ergebnisse, die Susan Seifert und Ralf Hecht von der Farbküche aus den größeren Schülern förmlich herauskitzelten. „Diese völlig unaufgeregte Art, dieses eher zurückhaltende Herangehen an die Aufgabe ohne festen Plan hat die Schüler regelrecht geöffnet“, lobt Mandy Schwarz. Völlig freie Hand hätten die Hobbykünstler bei der Wahl des Inhalts gehabt. „Das Team von der Farbküche stand da nur mit Tipps und Ratschlägen zum Handwerklichen zur Seite. Und sie haben gezeigt, was wie geht.“

Die entstandenen Bilder sollen nun dauerhaft am Förderzentrum verbleiben: „Die Leinwände werden jetzt, einem Puzzle gleich, in der Schule aufgehängt und sind ein Blickfang.“

Von Jörg Wolf

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