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Altenburg Eispiraten setzen Ausrufezeichen
Region Altenburg Eispiraten setzen Ausrufezeichen
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19:55 29.12.2011
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Crimmitschau

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"Eine solche Kulisse habe ich in meiner Laufbahn noch nicht erlebt", sagte der 24-jährige Stürmer Thomas Pielmeier nach Abpfiff noch immer völlig geplättet von der Stimmung im Stadion. "Das war ein super Erlebnis." Pielmeier war es auch, der die Hausherren bereits nach 67 Sekunden in Führung gebracht hatte - sehr zum Jubel der eigenen Fans.

Die Gäste von Trainer Gunnar Leidborg hingegen hatten offenbar einige Probleme mit der Rekord-Kulisse. "Wir kamen in den ersten drei Minuten nicht aus dem eigenen Drittel, deshalb habe ich auch so zeitig die Auszeit genommen", erklärte der Schwede, der nach einigen erfolgreichen Jahren in Crimmitschau noch immer viele Freunde hat. Allerdings brachte die frühe Auszeit die Eispiraten keineswegs aus dem Tritt. Auch wenn Bremerhaven im Spiel vier gegen vier durch Stanislaw Fatyka zum Ausgleich kam (7.). Anschließend hätten aber speziell Austin Wycisk und Carlo Grünn die Westsachsen bis zur ersten Pausensirene wieder in Führung schießen müssen.

Diese Aufgabe löste nach 127 Sekunden im zweiten Drittel Troy Schwab mit einem sehenswerten Unterzahltreffer. Bremerhaven verlor die Scheibe an der blauen Linie, Schwab reagierte am schnellsten und ließ Marko Suvelo im Gäste-Gehäuse keine Chance. Nur zwei Minuten später zappelte die Scheibe erneut im Netz der Norddeutschen. Diesmal trug sich André Schietzold in die Torschützenliste ein, der einen Pass von Hannes Albrecht direkt verlängerte. Dieser Doppelschlag schockte den aktuellen Tabellendritten, sodass die Eispiraten in der Folge weiter die Akzente setzten. Allerdings hätten sie in dieser Phase noch das eine oder andere Tor mehr erzielen müssen. Die Fans auf den Rängen waren aber auch ohne Treffer schon völlig aus dem Häuschen.

Auch im letzten Abschnitt änderte sich an der Kräfteverteilung auf dem Eis nichts. Marco Schütz erhöhte für die Eispiraten sogar auf 4:1 (45.). "Dann haben wir uns vielleicht von dem ganzen Jubel anstecken lassen", begründete Pielmeier die Tatsache, dass die Crimmitschauer in der verbleibenden Viertelstunde nach vorn immer weniger taten. Die direkte Folge: Der zweite Bremerhavener Treffer durch den Ex-Eispiraten Kevin Saurette dreieinhalb Minuten vor dem Ende. Diesen nahmen die Fans noch locker hin, der 3:4-Anschluss von Sergej Janzen nur 78 Sekunden später löste aber schon ein wenig Unruhe aus. Doch die Eispiraten brachten den jetzt nur noch knappen Vorsprung über die Zeit.

"Das Spiel war eine tolle Mannschaftsleistung, mit der wir auch die Situation in den letzten Minuten überstanden haben", lobte Trainer Fabian Dahlem, der trotz der Leistungen seines Teams in den letzten Spielen in Sachen Saisonziele weiter bescheiden bleiben will. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Eispiraten nach ihrem 26. Hauptrundenspiel fast schon so viele Punkte haben wie im vergangenen Frühling nach 48 Partien.

Einen weiteren Grund zur Freude gaben die Eispiraten gestern bekannt: Die Versteigerung der Weihnachtstrikots brachte stolze 2635 Euro ein. "Ein besonderer Dank geht dabei an alle Fans, die sich an der Auktion rege beteiligten", sagte Geschäftsführer René Rudorisch. Das höchste Gebot erhielt das Leibchen von Torhüter Joey Vollmer, das am Ende 265 Euro einbrachte.

Für das Sondertrikot von Stürmer Carlo Grünn stand eine Summe von 170 Euro zu Buche. Auch die weihnachtliche Arbeitskleidung von Cameron Keith erzielte mit 155 Euro einen Spitzenwert. Insgesamt 24 Trikots fanden bereits vor der Partie gegen die Fischtown Pinguins einen neuen Eigentümer. Darunter waren auch drei ohne Spielernamen.

Thomas Haegeler/Thomas Michel

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