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Altenburg Elisabeth Dommer stellt ihren neuen Roman vor
Region Altenburg Elisabeth Dommer stellt ihren neuen Roman vor
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17:53 28.12.2012
Elisabeth Dommer spielt in ihrem neuen Werk "Traum und Zeit" mit dem Gedanken, dass man mehrere Leben haben kann.
Altenburg

Von Manfred Hainich

In ihrem umfangreichen Œuvre markiert das neue Werk eine Hinwendung zum Historischen. Es beschäftigt sich gleichzeitig mit der durch moderne Forschungen aufgeworfenen Frage, ob es mehr als nur eine Existenzmöglichkeit gibt: Ist es möglich, durch Bewusstseinsveränderung die Grenze zwischen realer und Traumwelt zu verwischen?

Bei der Heldin des Romans klappt das. Das Bewusstsein der jungen Constance Damerow wird in einem Experiment mittels einer Droge verändert. Völlig isoliert in einem Haus, das ihr unbekannt ist, verändern sich auch Raum und Zeit. In einem allmählichen Prozess wird ihre Umgebung zur Burg Stolpen, in die die Gräfin Cosel von August dem Starken verbannt wurde.

Als Constanze sich als 16-Jährige zum ersten Mal an diesen Ort begab, erfuhr sie vom Schicksal der Mätresse, und es wurde ihr Wunsch, dieser Frau zu helfen. Nun lebt sie in dieser Welt. Sie wird Annas Kammerjungfrau und Vertraute. Doch nie verlassen sie Erinnerungen an ihre vorherige Existenz und Zweifel, ob alles wirklich so ist, wie sie es jetzt erlebt.

Elisabeth Dommer spielt mit der Möglichkeit des Wechsels von einer Existenzmöglichkeit in eine andere. Das ist hochinteressant und überzeugend dargestellt. In ihrer Lesung stellte sie dem Publikum vornehmlich die Szenen des Romans vor, in der sich der Wechsel im Bewusstsein der jungen Frau vollzieht. Das führte bei einigen zu Irritationen und zu der Annahme, der Roman handele nur davon. Das ist aber nicht der Fall. Die Szenen sind zwar wichtig, um den Wechsel vom Heute in die historische Vergangenheit zu erfassen, doch spielt die Handlung fast ausschließlich in der Vergangenheit.

Das Buch hat alles, was zu einem historischen Roman gehört. Lieben und Intrigen sind nur zwei davon. Daneben stellt es aber auch immer wieder die Frage, wie man bewusstseinsmäßig vom Heute in eine historische Existenz gelangt. Man muss sich auf dieses Gedankenspiel einlassen. Dann bringt einem dieser Roman literarischen Genuss und intellektuelles Vergnügen.

Elisabeth Dommer arbeitete von 2003 bis 2007 an der ersten Fassung des Manuskriptes, ab 2008 an der endgültigen Fassung.

Der Roman ist in der ersten Auflage im Quartus-Verlag Bucha bei Jena erschienen und in den Altenburger Buchhandlungen erhältlich.

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