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Altenburg Endspurt im Schlossmuseum - Altenburger Bauern-Trilogie nur noch bis 21. Oktober zu sehen
Region Altenburg Endspurt im Schlossmuseum - Altenburger Bauern-Trilogie nur noch bis 21. Oktober zu sehen
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21:05 09.10.2012
Altenburger Trachten in Meissner Porzellan: Malcher, Marche, Bauernbursche und Hormtjungfer. Auf ihre "Vorfahren" schauen Martin Burkhardt, Berndt Apel und Christian Klau (v.l.) vom Altenburger Bauernhöfeverein.
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Altenburg

Von Uta Künzl

In der Präsentation "Die Altenburger Bauern im Kunsthandwerk und in der bildenden Kunst" geben sich kunsthandwerklich bedeutende Objekte aus den unterschiedlichsten Materialien ein Stelldichein und zeugen davon, dass die hiesige Bauerntracht zahlreiche Künstler zur wiederholten Darstellung und Ausformung angeregt und inspiriert hat. Porträts Altenburger Bauern stehen für Selbstbewusstsein und Stolz, sich im Stil der Zeit von verschiedenen Künstlern darstellen zu lassen.

Aber auch dem Medium Fotografie war man aufgeschlossen und ließ sich in den Ateliers der städtischen Fotografen mannigfach ablichten. Davon legt die Ausstellung "Die Altenburger Bauern in der Fotografie von 1865 bis 1934" ein beredtes Zeugnis ab. In den zurückliegenden Monaten konnten schon so manche Besucher ehemalige Verwandtschaft in der Ausstellung identifizieren und ein entsprechendes Foto zur Ergänzung der Familienchronik bestellen.

"Die Altenburger Bauern - ein Streifzug durch Alltagskultur und Lebensweise" gestattet schließlich dem Gast aus weiterer Ferne, sich mit dem Altenburger Land, seinen Besonderheiten, der Tracht und deren Verbreitung bekannt zu machen. Aber auch Interessenten aus der Region kann mit Sicherheit Neues und Erstaunliches aus seinem Umland und dessen Geschichte entdecken, denn in der Ausstellung ergänzen Leihgaben aus anderen Museen, Archiven und Privatbesitz den bäuerlichen Sammlungsbestand des Schlossmuseums. Erstmals vermitteln alte Trachtendarstellungen aus dem Schlossmuseum Gotha einen umfassenden Eindruck, wie die Altenburger Bauerntracht vor 1800 ausgesehen hat.

Eine 8,35 Meter lange Bildrolle aus dem Jahre 1775 lässt einen Hochzeitszug Revue passieren. Eine große Kollektion von Hormten veranschaulicht die Gemeinsamkeiten und die qualitativen Unterschiede dieses imposanten Kopfputzes der unverheirateten Altenburger Bäuerin. Das - nach gegenwärtigem Wissensstand - älteste Hormt von 1616 weist zugleich eine einmalige Besonderheit auf, indem auf einem Metallblättchen das Gewicht mit 29 ½ Loth vermerkt ist.

Ein Besuch sei allen heimat- und trachtenkundlich Interessierten ans daher ans Herz gelegt. Denn eines ist jetzt schon absehbar: eine vergleichbare Ausstellungstrilogie wird es im nächsten Jahrzehnt nicht geben.

Das Schlossmuseum bietet an diesem Sonntag um 14 Uhr noch einmal eine Sonderführung an. Dann widmet sich Christian Klau der Geschichte der Altenburger Tracht. Auf Wunsch können Sonderführungen auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten (☎ 03447 512712) vereinbart werden.

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