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Entwicklungskonzept: Altenburg und Borna kooperieren über Landesgrenzen hinweg

Entwicklungskonzept: Altenburg und Borna kooperieren über Landesgrenzen hinweg

Nein, das regionale Entwicklungskonzept für den Raum Altenburg-Borna soll keineswegs eine Sammlung von Papier werden, die erst groß vorgestellt wird und dann in irgendeiner Schublade verschwindet.

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Drei für ein Ziel: Michael Wolf, Simone Luedtke und Jürge Kepke (v.l.) wollen die Region Altenburg-Borna voranbringen, wozu ein gemeinsames Konzept erstellt wurde.

Altenburg. Nein, das regionale Entwicklungskonzept für den Raum Altenburg-Borna soll keineswegs eine Sammlung von Papier werden, die erst groß vorgestellt wird und dann in irgendeiner Schublade verschwindet. Das versicherte zumindest Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) bei der gestrigen ersten Präsentation des Konzeptes vor Lokalpolitikern aus beiden Freistaaten.

 

"Vielmehr geht es in Zeiten knapper werdender Ressourcen darum, was man gemeinsam über Ländergrenzen hinweg auf die Beine stellen kann", sagte er und sah sich darin mit seiner Bornaer Amtskollegin Simone Luedtke (Linke) einer Meinung. Denn diese Region verbindet nicht nur eine lange gemeinsame Geschichte. Im wachsenden Wirtschaftsraum Leipzig-Chemnitz-Zwickau nehme sie auch eine zentrale Rolle ein und könne davon profitieren. "Aber nur wenn die dafür notwendigen Voraussetzungen geschaffen sind. Ansonsten würde der Wirtschaftsraum sich zwar ebenfalls entwickeln, aber wir als Region wären außen vor", erklärte Wolf weiter.

Vor ziemlich genau zwei Jahren wurde die Wirtschaftsfördergesellschaft Ostthüringen von den Städten Borna und Altenburg sowie weiteren angrenzenden Kommunen in beiden Freistaaten mit der Erstellung des Entwicklungsplanes beauftragt. Dieser erstreckt sich auf fünf Kerngebiete: Demografie und Soziales, Wirtschaft und Verkehr, Infrastruktur, Tourismus und Kultur sowie Umwelt. Die Ist-Zustände beiderseits der Landesgrenze auf diesen Gebieten wurden untersucht und die Schlussfolgerungen gezogen, die der Geschäftsführer der Gesellschaft, Jürgen Kepke, vorstellte.

Fazit: "Altenburg und Borna als Zentren sind nicht die Wirtschaftsmotoren, die es braucht, um die Region voranzubringen", so Kepke. Das Fehlen von großen Industrieparks würde sich negativ auswirken, da von Großinvestoren überregional große zusammenhängende Industrieflächen von mindestens fünf Hektar gefragt sind. "Vordringlich gilt es, den Industriepark Altenburg-Windischleuba und das Industrie- und Gewerbezentrum Goldener Born bei Borna weiterzuentwickeln", so Kepke. Fördermittelvoranfragen seien in Altenburg gestellt und in Borna geplant.

Bei den Verkehrsanbindungen verriet der Experte nichts Neues: Der Anschluss Altenburgs an die A 72 sowie der Ausbau des Schienennetzes seien maßgeblich. Positive Kooperationen hingegen gebe es bereits auf kulturellem Gebiet, wo beide Kommunen recht eng zusammenarbeiten.

In zwei bis drei Jahren, so das ehrgeizige Ziel beider Oberbürgermeister, sollen die ersten Ergebnisse vorliegen. Wie diese aussehen, vermochte gestern noch niemand zu sagen. "Aber wir sind uns einig, dass wir dafür an einem Strang ziehen und nicht gegeneinander arbeiten. Da hat man auch mehr Gewicht", sagte Wolf. Kollegin Luedtke ergänzte optimistisch: "Wo früher immer die Landesgrenze trennte, reicht jetzt ein kurzes Telefonat zur Abstimmung."

 

-Kommentar

Jörg Wolf

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