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Erinnerung an Kriegsende in Altenburg

Gedenkveranstaltung Erinnerung an Kriegsende in Altenburg

Mit einer Gedenkveranstaltung wurde am Freitag an das Ende des Zweiten Weltkrieges in Altenburg und an die Opfer der Nazidiktatur erinnert. Anschließend besuchten die Teilnehmer der Veranstaltung die Reste der ehemaligen Häftlingsbaracke.

An der ehemaligen Häftlingsbaracke wurden die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung über den aktuellen Stand des Projektes informiert.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Für die Altenburger Geschichte ist der 15. April ein besonderer Tag – es ist ein Tag der Erinnerung und des Gedenkens. Denn vor 71 Jahren, am 15. April 1945, erreichte die amerikanische Armee die Skatstadt und beendeten Nazidiktatur und Zweiten Weltkrieg. Und sie befreite das Außenlager vom KZ Buchenwald auf dem Hasag-Gelände an der Poststraße. Seit 2006 erinnert dort am einstigen Verwaltungsgebäude des Ex-Rüstungskonzerns eine Gedenktafel. Dort treffen sich seitdem Vertreter des öffentlichen Lebens sowie aus Vereinen und Schulen an diesem Tag, um der Opfer zu gedenken und zugleich um die Erinnerung wachzuhalten.

So auch am Freitag, als bei der vom Altenburger Geschichtsverein sowie dem Bürgerverein Nord initiierten Runde Landrätin Michaele Sojka, Oberbürgermeister Michael Wolf sowie Superintendent Michael Wegener das Wort ergriffen. Alle erinnerten der zahllosen Opfer, die die Nazidiktatur sowohl in dem Weltkrieg als auch durch Verfolgung Missliebiger gefordert haben. „Und ich erschrecke bis zum heutigen Tag immer wieder angesichts der Auswüchse, die rechtsgerichtetes Gedankengut auch in der Gegenwart zeigt“, gestand die Landrätin. Für Stadtoberhaupt Wolf ist die schrittweise Erforschung sowie Aufarbeitung jenes düsteren Kapitels Stadtgeschichte ebenfalls eine Aufarbeitung,die bis zum heutigen Tage viele Punkte aufweist, die bis in die Gegenwart Gültigkeit besitzen. „Mit der Bildung der Arbeitsgruppe Erinnerungskultur sowie der Errichtung einer Erinnerungsstätte hier in der Poststraße sind wir als Stadt da schon ein gutes Stück vorangekommen. Auch dank des ehrenamtlichen Engagements von Geschichts- und Bürgerverein“, so Wolf. „Es gibt keinen Schlussstrich unter dieses Kapitel und den darf und wird es auch nie geben“, fügte er hinzu.

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung zog die Runde zu dem wenige hundert Meter entfernt liegenden Rest einer ehemaligen Häftlingsbaracke, die von der Stadt zu einem Zentrum der Erinnerung ausgebaut wird. Der Chef des Altenburger Geschichtsvereines, Wolfgang Böhm, informierte dabei über den aktuellen Stand des Projektes sowie die noch bevorstehenden Aufgaben.

Von Jörg Wolf

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