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Altenburg Erinnerung an Pogromnacht in Altenburg
Region Altenburg Erinnerung an Pogromnacht in Altenburg
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17:37 09.11.2017
Wo sich in der Pauritzer Straße der Betsaal der jüdischen Gemeinde Altenburgs befand, legten am Donnerstag Dutzende Anwesende Blumen und Gestecke nieder. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Vertreter aus Politik, Vereinen und Bürgerschaft trafen sich am Donnerstag zum gemeinsamen Gedenken an die Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938, in der Angehörige jüdischer Gemeinden in Deutschland durch die Nazis terrorisiert, verschleppt und ermordet wurden. Traditionell fand die zentrale Gedenkfeier an der Gedenktafel in der Pauritzer Straße in Altenburg statt. An dieser Stelle befand sich bis zur Pogromnacht der Betsaal der hiesigen jüdischen Gemeinde. Zu den Teilnehmern zählten auch Landrätin Michaele Sojka (Linke), Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) und der geschäftsführende Pfarrer der hiesigen Kirchgemeinde, Sandro Vogler. Sie legten Blumen und Gestecke nieder, mahnten in ihren Reden, dass Hass und Fremdenfeindlichkeit bis heute einen fruchtbaren Boden hätten.

Schon im Vorfeld des 9. November wurde in Altenburg den verfolgten und oftmals ermordeten Angehörigen der jüdischen Gemeinde gedacht: Bürger und Vertreter verschiedener Institutionen reinigten die Stolpersteine vor den Wohnhäusern einstiger jüdischer Familien. „Viele wurden Opfer der Pogromnacht, auch in Meuselwitz und Gößnitz“, sagte Christian Repkewitz, der mit seinen Forschungen mehr Licht in die Lebens- und Leidenswege ehemaliger jüdischer Mitbürger gebracht hat. Allein in der Skatstadt gibt es 55 Stolpersteine.

Von Jörg Wolf

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