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Altenburg Erkältungswelle schwappt über das Altenburger Land
Region Altenburg Erkältungswelle schwappt über das Altenburger Land
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05:00 15.03.2016
Derzeit schwappt eine Erkältungswelle über das Altenburger Land. Quelle: Archiv
Altenburg

Fast ständig hört man im Altenburger Land dieser Tage: „Der ist krank.“ Da muss eine Arztpraxis mit der Hälfte der Mitarbeiter auskommen, da liegt von einem Tag auf den anderen ein wichtiger Mitarbeiter im Landratsamt flach, da muss die kranke Verkäuferin im Laden ersetzt werden, da fehlt der Schüler neben dem Klassenkameraden...

Derzeit erstreckt sich eine Erkrankungswelle über das Altenburger Land, bestätigt Landratsamt-Sprecherin Cathleen Bethge. Zwar seien Erkältungskrankheiten nicht meldepflichtig, aber durch die Rückkopplung des Fachdienstes Gesundheit zu den niedergelassenen Ärzten im Landkreis könne diese Feststellung getroffen werden. So schlimm, dass wie im Leipziger Stadtteil Connewitz gleich eine ganze Grundschule geschlossen werden muss, weil zu viele Schüler und Lehrer im Krankenbett liegen, ist es aber im Altenburger Land nicht. Auswirkungen der Erkältungswelle seien nicht bekannt, erklärt die Landratsamt-Sprecherin auf OVZ-Anfrage.

Die wenigsten jener, die mit Fieber das Bett hüten müssen, leiden aber an der echten Grippe. Wobei die Gesundheitsexperten im Landratsamt einräumen, dass die Unterscheidung, ob es sich um eine Erkältung oder um eine echte Virusgrippe handelt, schwierig sei. Denn die Symptome seien ähnlich. Bei der Grippe sind Influenzaviren der Auslöser. Für eine Erkältung, die oft auch „grippaler Infekt“ genannt wird, können hingegen 200 verschiedene Viren der böse Bube sein.

„Eine Erkältung kündigt sich mit typischen Symptomen an wie leichtes Halskratzen, Halsschmerzen, darauf folgend Schnupfen und Kopfschmerzen“, erklärt Bethge. Dabei fühle man sich nicht sofort außer Gefecht gesetzt. Müdigkeit und allgemeines Krankheitsgefühl seien nur mäßig ausgeprägt. „Auch das Fieber hält sich eher in Grenzen und liegt in der Regel unter 39 Grad Celsius. Meist ist nach einer Woche alles überstanden.“

Die Influenza kann da ganz anders verlaufen, muss es aber nicht. „Aus dem völligen Wohlbefinden heraus treten sofortiges hohes Fieber bis zu 41 Grad, Gelenk- und Muskelschmerzen, heftige Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche, ein allgemeines Krankheitsgefühl und Appetitlosigkeit auf“, beschreibt es Bethge. Auch ein trockener, unproduktiver Husten spreche für eine Grippe. Die Krankheit dauere etwa eine Woche an.

Auch wenn es einen anderen Anschein haben mag: Die erfassten Grippefälle im Altenburger Land liegen weit hinter der Vorjahreszahl zurück. Seit Januar wurden bis Ende voriger Woche 22 Grippekranke zwischen Lucka und Ponitz registriert. Im vorigen Jahr war hingegen von Januar bis März bei insgesamt 304 Menschen das Influenzavirus nachgewiesen worden. „Daraus kann aber kein Schluss auf die wirkliche Influenzavirusaktivität im Kreis geschlossen werden, da nicht bei jedem Erkrankten eine Laboruntersuchung eingeleitet wird“, verdeutlicht Baethge.

Jeder kann dazu beitragen, dass er von den Viren verschont bleibt, zumal der Frühling nur schwer aus den Startlöchern kommt und der März sich bislang von seiner kalten Seite zeigte. Das Landratsamt hat einige Verhaltenstipps zusammengestellt, die vom gründlichen Händewaschen bis zum ausreichend Trinken reichen.

Von Frank Prenzel

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