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Altenburg Erleichterung für Reisende
Region Altenburg Erleichterung für Reisende
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20:12 01.09.2014
Zufrieden mit dem Gemeinschafts-Projekt: OB Michael Wolf, Bahnhofsmanager Gerd Tucholka und Thomas Grewing von der Nahverkehrsservicegesellschaft (v.l.). Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Von Günter Neumann

Allerdings hat das Prachtstück schon lange keine Toiletten mehr. Was ein Fachmann wie Gerd Tucholka, Leiter des Bahnhofsmanagements Gera, auch erklären kann: Als die Bahn Aktiengesellschaft wurde, musste verstärkt auf die Kosten geschaut werden. Bahnhofs-Kategorien wurden eingeführt, und in der mit Klos auszustattenden war Altenburg halt nicht mehr dabei.

Was nicht nur jahrelang Reisende mit Bedürfnissen, sondern seit Monaten auch die Kommunalpolitiker in Bedrängnis brachte (OVZ berichtete). Nun ist - wenigstens für den Bahnhof - die Lösung geschafft: Seit gestern ist die Toilettenanlage nach einer aufwendigen Modernisierung wieder nutzbar, wie Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) zufrieden feststellte. "Wir konnten die alte Anlage zu vernünftigen Konditionen mieten und haben uns die Finanzierung geteilt." Die Hälfte der rund 14 000 Euro übernahm die Nahverkehrsservicegesellschaft, den Rest teilten sich Stadt und die Bahn-Tochter Station & Service.

Eine unkonventionelle Lösung, die jedoch mit Blick auf die wachsende Bedeutung des Bahnhofs gerechtfertigt ist, wie gestern immer wieder betont wurde: Michael Wolf erinnerte beispielsweise an die städtischen Baumaßnahmen im Umfeld wie den neuen Park-&-Ride-Platz mit über 40 PKW-Stellplätzen, Thomas Grewing an die Umbauten der Bahnsteige und Fahrstühle in Vorbereitung des S-Bahn-Verkehrs.

Der Zugang zu der neuen Anlage erfolgt durch ein Drehkreuz, denn die Nutzung der Toiletten ist künftig kostenpflichtig. Die Gebühr für die Nutzung beträgt - wie bei den öffentlichen Toiletten am Kornmarkt und am Wohnmobil-Stellplatz am Großen Teich auch - 50 Cent. Zu der Bedürfnisanstalt, die nicht nur für Fahrgäste gedacht ist, gehört auch ein separates WC für Behinderte. Für die Betreibung der Toilettenanlage ist künftig die Stadt zuständig, die die Einnahmen erhält. Sie hat ihrerseits eine Firma mit der Reinigung und Betreuung der Anlage betraut.

© Kommentar

Günter Neumann

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