Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Erneute Havarie im Schmöllner Abwassersystem
Region Altenburg Erneute Havarie im Schmöllner Abwassersystem
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:12 03.11.2018
Bereits im Mai war es in der Sprotte bei Großstöbnitz zu einem Fischsterben gekommen. Quelle: Mario Jahn
Schmölln

In der Sprottestadt ist es erneut zu einer Havarie im Abwassersystem gekommen. Das wurde auf dem Pressegespräch am Freitag im Rathaus bekanntgegeben. Der Vorfall habe sich am Donnerstag ereignet, hieß es.

Milchige Flüssigkeit in Gewässern

Danach wurde das Regenrückhaltebecken in der Thomas-Müntzer-Siedlung verschmutzt, das sich unweit des Industriegebietes am Zubringer in Richtung Autobahn 4 befindet. Verunreinigt worden sei ebenso ein Teich in unmittelbarer Nähe sowie der Schreiberbach auf mehreren hundert Metern Länge. In den Gewässern habe sich eine milchige Flüssigkeit befunden. Die Hinweise dazu waren von Bürgern gekommen.

Die Rückhaltebecken sind dazu vorgesehen, ausschließlich Oberflächenwasser bei starken Niederschlägen aufzunehmen. Keinesfalls dürfe dort Abwasser hineingelangen, hieß es. Wegen des Vorfalls sei die Polizei eingeschaltet und Anzeige gegen Unbekannt erstattet worden. Erste Probenentnahmen ergaben erhöhte Schwermetall-Werte, was den Verdacht auf industrielle Abwässer verschärft habe. Nun soll die Ursache gefunden werden. Dazu fanden erste Begehungen statt.

Dritter Vorfall in Serie

Mit dem Vorfall setzt sich die Reihe der Havarien im Schmöllner Abwassersystem fort. Um Pfingsten floss vier Stunden lang Abwasser aus dem Klärwerk in die Sprotte und sorgte für ein Fischsterben. Im September war unweit des Stadtzentrums mindestens drei Stunden lang Abwasser aus einem Mischkanal in die Sprotte gelaufen.

An einer sogenannten Regenentlastungsanlage hatte sich ein Schieber mit Rückständen zugesetzt und war blockiert. Des Weiteren hatte ein veraltetes und ungenügendes Kanalsystem im Industriegebiet Nitzschka zuvor zu einer massiven Verschmutzung des Köthelbachs geführt, der in die Sprotte mündet. Wegen der ungenügenden Information der Bevölkerung wurden die Verantwortlichen massiv kritisiert.

Von Jens Rosenkranz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es war der Aufreger der Woche in Altenburg-Nord: der Brand in einem leer stehenden Gebäude am Nordplatz. Zwar wurde das Feuer zügig gelöscht, die Sorgen der Anwohner jedoch bleiben. Nicht wenige kritisieren, dass Jugendliche illegal in dem Komplex feiern und das Gebäude weiter zerstören.

03.11.2018

Viele Passanten drehten diese Woche verwundert die Köpfe: Per Kran und Korb ließ sich eine offenkundig schwindelfreie Person an die stadtseitige Fassade des Altenburger Schlosses bugsieren. Der Anlass: eine Zustandsanalyse.

02.11.2018

Der Altenburger Stadtrat Detlef Zschiegner spricht sich dafür aus, dass Gewinne kreiseigener Betriebe zur Entlastung der angespannten kommunalen Haushalte genutzt werden. Mit dieser Forderung kritisiert der FDP-Politiker gleichzeitig die Entscheidung des Kreistages, solche Entnahmen abzulehnen.

02.11.2018