Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Ernte kommt im Altenburger Land jetzt auf Touren
Region Altenburg Ernte kommt im Altenburger Land jetzt auf Touren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:25 24.07.2013

[gallery:600-32602274P-1]

Der KBV-Chef kann sich nicht erinnern, wann zum letzten Mal erst Mitte Juli mit der Ernte begonnen wurde. "Der Erntebeginn ist definitiv verspätet", sagt Apel. Die schlechte Witterung habe einen negativen Einfluss, andererseits hätten die technischen Möglichkeiten wie auch die Schlagkraft der Landwirte deutlich zugenommen. "War in den 1970ern und 1980ern ein Erntebeginn um den 10. Juli Normalität, haben wir in den vergangenen Jahren oft schon Ende Juni angefangen und waren Anfang Juli mit der Wintergerste fertig."

Allerdings sei die Reife der Wintergerste wegen des Wetters äußerst uneinheitlich, so der 63-Jährige weiter. "Das ist der Grund, warum auf einem Feld bereits am 16. Juli begonnen wurde, auf den meisten anderen aber erst am Wochenende oder am Montag. Da sind noch Triebe nachgekommen, wodurch es eben länger dauert." Ansonsten schätze er die Situation ähnlich ein wie im vergangenen Jahr, als es durchschnittlich gute Ergebnisse gab.

Das sieht aber nicht bei allen Kulturen so aus. "Null Vergleich zum Vorjahr gibt es etwa beim Mais, der zu dieser Zeit in der Regel schon doppelt so hoch war wie dieses Jahr", erklärt der Landwirt aus Podelwitz. "Aber der Mais wächst jetzt und da hängt es vom Wetter ab, ob und wie viel er noch gutmachen kann." Ähnliches gelte für den Weizen, dessen Ernte sich im Vergleich zum Vorjahr wohl auch nach hinten verschieben werde. "Allerdings kann man heutzutage nicht mehr sagen, erst kommt die und dann die Kultur. Dafür gibt es zu viele Sorten." So gebe es nach der Wintergerste ein Nebeneinander der Ernte von Raps, Futtergetreide und Weizen. "Nur der Mais kommt immer noch zuletzt."

Die Vorherrschaft im Altenburger Land ist dabei klar geregelt. Von den rund 36 000 Hektar Nutzfläche macht der Weizen mit etwas mehr als einem Drittel (13 000 ha) den Löwenanteil aus. Es folgen Wintergerste mit rund 4000 Hektar, Mais (1700 ha) und Raps (770 ha). "Sommergerste und Winterroggen sind dann mit deutlich unter 1000 Hektar je Kultur schon deutlich abgeschlagen", so Apel. "Und Winterweizen kommt im Kreis planmäßig kaum vor, ist meist nur eine Verlegenheitslösung, weil er im Ertrag wesentlich niedriger liegt als Sommerweizen."

Thomas Haegeler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Welches Kind hat nicht schon einmal davon geträumt, selbst einen Film zu drehen? Für zehn Mädchen und Jungen aus dem Altenburger Land wurde der Wunsch in der ersten Ferienwoche Wirklichkeit.

24.07.2013

"Ende voriger Woche war das Geld alle." Landrätin Michaele Sojka (50, Linke) macht auf ein Flutfolgen-Problem aufmerksam, das ihr Landratsamt nicht lösen kann.

24.07.2013

Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich: Oberbürgermeister Michael Wolf und sein einstiger Herausforderer Peter Müller friedlich vereint, lachend, nebeneinander auf einer Bank sitzend.

23.07.2013
Anzeige