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Eröffnung eines stationären Hospizes in Altenburg verzögert sich weiter

Verein St. Elisabeth Eröffnung eines stationären Hospizes in Altenburg verzögert sich weiter

Wann ein stationäres Hospiz in Altenburg eröffnet werden kann, steht auch nach acht Jahren ehrenamtlichen Engagements in den Sternen. Der Altenburger Hospizverein St. Elisabeth sucht weiter nach einem geeigneten Gebäude – und muss dabei Rückschläge verkraften.

Halt geben ist in Hospizen ebenso wichtig wie die medizinische Versorgung.
 

Quelle: Volkmar Heinz

Altenburg.  Ob und wann ein stationäres Hospiz in Altenburg eröffnet werden kann, ist weiterhin offen. Wie die Vorsitzende des Altenburger Hospizvereins St. Elisabeth, Ursula Zippel, auf OVZ-Anfrage bestätigt, gibt es Probleme bei der Suche nach einem geeigneten Gebäude. „Es ist deprimierend und enttäuschend“, sagt Zippel. „Aber wir geben die Hoffnung nicht auf.“

Und das, obwohl der Verein, der sich seit acht Jahren für die Eröffnung eines stationären Hospizes im Landkreis einsetzt, in diesem Jahr weitere Rückschläge einstecken musste. Denn zwischenzeitlich war ein Platz, an dem die Sterbenskranken in Zukunft betreut werden können, gefunden: eine Etage des Altenpflegeheims der Hospitalstiftung in der Geraer Straße. „Aber dann wurde das Gebäude wieder infrage gestellt“, bedauert die Vereinschefin.

Vereinschefin Ursula Zippel

Vereinschefin Ursula Zippel.

Quelle: Mario Jahn

Der Grund: Für die Sanierung des Hauses seien Fördermittel geflossen, gewidmet für die Einrichtung eines stationären Heimbetriebs, erläutert Elke Slowik, Geschäftsführerin der Diakonie Ostthüringen, die als Geschäftsversorger die Heime der Hospitalstiftung leitet. Würde das Gebäude nun auch anderweitig genutzt, müsste das Geld zurückgezahlt werden. Deshalb ist für die Hospitalstiftung die Sache vorerst vom Tisch. „Und damit ist auch der Betreiber des Hospizes, den wir zwischenzeitlich gefunden hatten, wieder abgesprungen“, nennt Zippel eine weitere Folge.

Dennoch denkt die Medizinerin nicht ans Aufgeben: „Wir bemühen uns weiter. Ich glaube nicht, dass wir den Verein noch länger als ein Jahr tragen können, ohne das etwas passiert.“ Vorerst hat sie sich mit einem Brief an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) gewandt, damit er eine Ausnahme in diesem Fall genehmigt. Denn an der Lösung, das Hospiz neben dem Pflegebetrieb in der Geraer Straße einzurichten, möchte Zippel gern festhalten. „In den vergangenen Jahren haben wir mehr als 20 Gebäude angesehen. Dieses wäre nach unserem Empfinden optimal.“ Ein Neubau als Alternative ließe sich aus ihrer Sicht nicht finanzieren. Die in den vergangenen Jahren gesammelten Spenden reichen dafür bei Weitem nicht, zudem sind sie für die Einrichtung und den Betrieb des Hospizes vorgesehen.

Zippel und ihre 34 Mitstreiter im Verein sind überzeugt, dass der Landkreis dringend ein stationäres Hospiz benötigt. Zwar gebe es auch den ambulanten Hospizdienst der Malteser, die Sterbenskranke zu Hause begleiten, doch diese Unterstützungsform ist nicht für alle Patienten geeignet. Zudem werde die Betreuung in Hospizen angesichts des demografischen Wandels in den nächsten Jahren noch wichtiger.

Momentan sieht die Lage so aus: „Die nächsten stationären Hospize sind in Bad Berka, Leipzig oder Zwickau“, sagt Zippel. Im Idealfall wäre das Hospiz allerdings nicht weiter als 20 Kilometer vom Wohnort entfernt, damit Angehörige die dort betreuten Personen regelmäßig besuchen können. Ein Hospiz in Altenburg hätte zudem den Vorteil, dass die hier vorhandenen ehrenamtlichen Helfer eingebunden werden können.

Von Jenifer Hochhaus

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