Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Erst graben, dann pflastern
Region Altenburg Erst graben, dann pflastern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:15 18.04.2014
Bis Oktober wird der Platz vor der Brüderkirche zur Baustelle. Die Arbeiten sind mit erheblichen Behinderungen verbunden. Quelle: Mario Jahn

Die Arbeiten beginnen am Dienstag und dauern voraussichtlich bis zum 30. Oktober dieses Jahres.

Wenn die alte Oberflächenbefestigung abgetragen ist, wird das Baufeld den Archäologen des Thüringer Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie überlassen, denn der Platz vor der Brüderkirche ist ein Bodendenkmal. Es wird vermutet, dass die Archäologen auf Überreste eines mittelalterlichen Franziskanerklosters und der mittelalterlichen Stadtstruktur stoßen werden. Die Grabungen sollen schon Ende dieses Monats starten und - je nachdem, was gefunden wird - Mitte Juli enden.

Wenn die Archäologen ihre Untersuchung abgeschlossen haben, beginnt der Aufbau der neuen Oberfläche. Der Platz erhält das gleiche Pflaster, das im Vorjahr beim grundhaften Ausbau der Straßen Bei der Brüderkirche und Klostergasse verwendet wurde.

Im Zuge der Platzgestaltung werden auch die letzten drei Medaillons mit Motiven der Stadtgeschichte, die "Altenburger Zeitspuren", verlegt. Die jeweils 40 mal 40 Zentimeter großen Bodenplatten des Künstlers Michael Stapf sind, beginnend an der Marktgasse, in gleichmäßigen Abständen auf einer gedachten Linie angeordnet, die sich mittig über die Marktfläche zieht. Überdies werden die vorhandenen Schinkelleuchten teilweise erneuert beziehungsweise ergänzt. Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) bezeichnet das Vorhaben als die größte Baumaßnahme in diesem Jahr. Nicht umgesetzt werden könne jedoch der Plan, Bäume auf dem Platz vor der Brüderkirche zu pflanzen, weil dies gegen die Vorgaben des Denkmalschutzes verstoßen würde. Mehr Leben auf dem Gelände erhofft man sich durch die Eröffnung eines Cafés mit Freisitz, für das aber noch ein Betreiber gesucht wird.

Die Platzgestaltung vor der Brüderkirche wird aus dem Bund-Länder-Programm für städtebaulichen Denkmalschutz und mit Geldern aus dem Haushalt der Stadt finanziert. Die Kosten summieren sich voraussichtlich auf rund 750 000 Euro, rund 125 000 Euro sind Eigenmittel der Stadt.

Mit dem Platz vor der Brüderkirche wird ein weiterer Abschnitt der Neugestaltung der Straßen um das Areal am Markt abgeschlossen. Im letzten Schritt soll zu einem späteren Zeitpunkt noch die Gerhard-Altenbourg-Straße neu gestaltet werden. Außerdem soll das Ernestinum im nächsten Jahr eine neue Fassade bekommen.

OVZ

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Eigentlich werden die Ostereier ja erst am Ostersonntag ins Nest gelegt. Die Altenburger Stadträte haben eines aber schon vorfristig am Gründonnerstag erhalten.

18.04.2014

"Wir sind überwältigt, wie groß der Zuspruch war und bedanken uns vor allem bei den engagierten Sportlehrern, die diesmal sehr viele Kinder für unseren Crosslauf begeistern konnten", sagt Torsten Rist.

16.04.2014

Das harsche Vorgehen der Stadtverwaltung gegen Einzelhandels-Projekte in den Umlandgemeinden beschäftigt den Stadtrat weiter. Nachdem es in der März-Sitzung bereits heftige Kritik an den von Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) veranlassten juristischen Schritten gegen den Poco-Markt und den Aldi-Umzug in Nobitz gab (OVZ berichtete), fordert nun Pro Altenburg offiziell einen Stopp dieser Maßnahmen.

16.04.2014