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Altenburg Erste Arbeiten am Ortseingang von Langenleuba-Niederhain realisiert
Region Altenburg Erste Arbeiten am Ortseingang von Langenleuba-Niederhain realisiert
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00:19 24.07.2017
In Richtung Altenburg ist die Brücke die Wichtigstes Straße aus Niederhain. Jenseits befindet sich zudem die Feuerwehr. Quelle: Mario Jahn
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Langenleuba-Niederhain

Die ersten Arbeiten an der Brücke am Ortseingang von Niederhain aus Richtung Altenburg waren nur wenige Tage im Gange. Damit ist dennoch der Startschuss für die Sanierung der Brücke, an dessen Ende ein Ersatzneubau steht, gefallen. Es wurde damit begonnen, für Baufreiheit zu sorgen, durch das Umverlegen einer Gasleitung in Verantwortung und Zuständigkeit des Versorgungsunternehmens, informiert das Straßenbauamt Ostthüringen.

Das Vorhaben Brückenneubau sorgt schon seit rund zwei Jahren für Gesprächsstoff in Langenleuba-Niederhain. Denn für die Maßnahme ist eine monatelange Vollsperrung der Landesstraße notwendig. Doch die Frage nach der Umleitung ist schwierig und konnte noch immer nicht abschließend geklärt werden, sagt Bürgermeister Carsten Helbig (SPD) auf OVZ-Anfrage.

Das Problem ist, dass die Brücke für die Niederhainer von enormer Bedeutung ist. Aus Richtung Klausa ist diese die einzige direkte Zufahrt zum Dorf. Eine „normale“ Umleitung müsste zwangsläufig über Frohnsdorf verlaufen.Dort ist die nächste Brücke über die Wiera. Auf der anderen Seite versperrt weiträumig der Leinawald den Weg. Damit wären zwangsläufig kilometerlange Umwege die Folge.

Aber dagegen wehren sich die Niederhainer. Der Rettungsdienst kommt in aller Regel aus dieser Richtung und müsste – muss er nach Niederhain – den weiten Bogen Fahren. Die örtliche Feuerwehr ist ebenso auf der „falschen“ Seite der Wiera und müsste im Einsatzfall mehrere Kilometer anstatt einiger hundert Meter fahren. Der öffentliche Nahverkehr, Berufspendler oder Landwirte und Lieferanten – alle sind betroffen.

Auf OVZ-Anfrage heißt es zum Thema Umleitung aus dem Straßenbauamt Ostthüringen: „Die Umleitung ist mit der Gemeinde und der zuständigen Straßenverkehrsbehörde abgestimmt. Es ist geplant, den Lkw-Verkehr großräumig umzuleiten. Für Pkw, Rettungsdienste und den öffentlichen Nahverkehr ist eine ortsnahe Umfahrung in der Planung. Hierzu stehen aber noch bestimmte Genehmigungen aus.“

Was nicht in Frage kommt, und das sei inzwischen unstrittig, ist eine Umleitung durch den Leinawald, wie schon mal angedacht, so Helbig. Gerade würden noch einmal die Kosten für eine Behelfsbrücke durchgecheckt. Diese wurde von der Gemeinde bereits im Sommer 2015 gefordert, als das Thema erstmals in der Öffentlichkeit diskutiert wurde.

Für die Entscheidung gibt es noch ein wenig Zeit, denn der Bau der neuen Brücke wurde von 2017 auf Oktober 2018 verschoben. Dass jetzt schon mit den Vorbereitungen begonnen wird, zeigt, wie knifflig allein das Schaffen der Baufreiheit ist. Allein das Auffinden der Gasleitung habe es in sich gehabt, weiß der Bürgermeister. Nach Informationen des Straßenbauamtes kosten allein die Arbeiten an der Gasleitung etwa 50 000 Euro. Und damit nicht genug: Wasser-, Strom- und Telefonleitungen müssen ebenso vor Baustart aus dem Weg geräumt werden.

Von Jörg Reuter

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