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Altenburg Erste Kaninchenschau im Altenburger Land nach Ausbruch der Chinaseuche
Region Altenburg Erste Kaninchenschau im Altenburger Land nach Ausbruch der Chinaseuche
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07:00 01.06.2017
Bald sind die Langohren nach ausgedehnter Pause wieder in einer Schau zu sehen. Rositzer Züchter laden zur Kaninchenausstellung. Quelle: Thomas Kube
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Rositz

Es ist noch kein Jahr her, dass Kaninchenzüchter im Landkreis einen Alptraum erlebten. Binnen Stunden starben Dutzende Tiere in ihren Ställen an der sogenannten Chinaseuche, die vom Virus RHDV-2 ausgelöst wurde. Manche Züchter verloren im Spätsommer fast den gesamten Bestand, weshalb alle Zuchttierschauen abgesagt wurden. Am 10. und 11. Juni wird es nun in Rositz wieder eine Jungtierschau geben, die erste seit dem Auftauchen der Seuche. „Das ist möglich weil wir unsere Tiere geimpft haben“, so Jörg Benson. Denn wie der Vizechef des Rassekaninchenzuchtvereins T 157 Rositz betont, seien die Viren immer noch da.

Das bestätigt auch Amtstierarzt Matthias Thurau: „Nicht impfen, ist grob fahrlässig.“ Die Seuche ist hochansteckend und führe zum Verenden ganzer Bestände. Nur Einzeltiere würden einen Ausbruch der Krankheit überleben. Deshalb sei nach wie vor die Durchführung von Schauen nur mit gegen RHD 1 und RHD 2 geimpften Tieren möglich, so der Leiter des Fachdienstes Veterinär- und Lebensmittelüberwachung am Landratsamt.

Ein zugelassener Impfstoff ist erhältlich, bestätigt Kay Frille, Kreischef des Verbandes der Rassekaninchenzüchter. Seit 30. April könne nun auch in Deutschland ein Medikament gekauft werden. Bis dahin musste der Impfstoff per Einzelgenehmigung aus dem Ausland eingeführt werden. Ein Aufwand, der sich jedoch gelohnt hat. „Seit wir impfen, hat sich die Situation beruhigt und es gab keine Ausfälle mehr“, so Frille. Die Verluste der vergangenen Monate müssten nun aber ausgeglichen werden. „Die Züchter brauchen jetzt neue Zuchttiere, um ihre Bestände wieder aufzustocken. Auch deshalb ist es wichtig und schön, dass es wieder Kaninchenausstellungen gibt.“

Wie Frille erläutert seien Kaninchen zwar für ihre hohe Reproduktionsrate bekannt. Jungtiere könnten aber erst mit zehn Wochen geimpft werden. „Bis dahin bleibt nur hoffen, dass der Wurf auch zehn Wochen alt wird.“ Einen wirksamen anderen Schutz als das Impfen gibt es derzeit nicht. Auch weil nicht ganz geklärt sei, wie das Virus übertragen wird, erklärt Frille. Amtstierarzt Thurau erläutert, die Übertragung könne über belebte und unbelebte Vektoren sowie Tierkontakt erfolgen. Wissen müsse man zudem, dass der Erreger mit Sekreten und Exkreten erkrankter Tiere ausgeschieden wird.

Die 7. Allgemeine Rassekaninchenjungtierschau findet auf dem Vereinsgelände Germania Rositz statt. Geöffnet ist am 10. Juni von 13.30 bis 20 Uhr und am 11. Juni von 9 bis 14 Uhr. Eintritt: ein Euro.

Von Jörg Reuter

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