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Erste Pilze zu finden: Landesforstamt nennt feucht-warme Witterung als Ursache für frühen Saisonbeginn

Erste Pilze zu finden: Landesforstamt nennt feucht-warme Witterung als Ursache für frühen Saisonbeginn

Durch die warm-feuchte Witterung in den vergangenen Wochen sind in Thüringen Steinpilze, Perlpilze und Hexenröhrlinge rund zwei Wochen eher als im vergangenen Jahr zu finden, teilt die Landesforstanstalt mit.

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Auch in den Altenburger Wäldern und auf den Halden im Lucka-Meuselwitzer Revier zeigen sich die ersten Speisepilze so prächtig wie auf diesem Archivbild.

Quelle: dpa

Altenburg. Von Jonas Alder

"Pilze bevorzugen feuchtes Wetter und maximal 25 Grad Celsius", erklärt Volker Gebhardt, Vorstand der Landesforstanstalt, warum viele essbare Pilze in Thüringer Wäldern jetzt schon zu finden seien. Auch im Altenburger Kreis können die ersten Exemplare gesammelt werden. Dass die Saison dieses Jahr besonders früh startet, kann Experte Wendland aber nicht bestätigen: "Das hängt von der Feuchtigkeit ab und ist jedes Jahr anders." Dem Fachmann ist bislang nicht aufgefallen, dass die Pilze früher gesprossen sind.

In den hiesigen Wäldern gibt es Steinpilze, Perlpilze und Hexenröhrlinge besonders häufig, so Wendland. Wer hingegen nach Pfifferlingen sucht, braucht Geduld. Sie wachsen selten in der Region. "Aber es gibt viele seltene Arten im Altenburger Land durch die Buchen- und Eichenwälder und die vielen alten Bäume", beschreibt Wendland. Wo sie wachsen, hänge von der Witterung ab.

Die Hauptsaison ist ohnehin erst im Herbst, Pilze ließen sich außer bei Frost und starker Trockenheit jedoch das ganze Jahr über finden, so Wendland. Für den Fachmann, der sich seit 1982 mit Pilzen beschäftigt, ist das Sammeln auch ein Naturerlebnis: "Das Wandern in der Natur und das Kennenlernen dieser, gehört dazu. Für viele ist es ein Hobby geworden." Nach dem Thüringer Waldgesetz ist das Sammeln von Pilzen, Beeren oder Nüssen zum eigenen Verbrauch erlaubt.

Die Landesforstanstalt empfiehlt insbesondere unerfahrenen Pilzfreunden vor dem Verzehr, Kontakt mit regionalen Pilzberatern aufzunehmen. Auch Wendland hat schon oft die Erfahrung gemacht, dass Pilzsucher giftige Sorten in ihren Korb stecken. Insbesondere die Karbolegerlinge, auch als Giftchampignons bekannt, werden häufig mit ihren harmlosen Doppelgängern verwechselt. Deshalb ist für ihn der erste Grundsatz, nur Pilze zu essen, die man ganz sicher als essbar kennt. "Leute, die sich nicht auskennen, fangen am besten mit Röhrenpilzen an. Nach und nach können sie dann einzelne Arten dazulernen."

Für die richtige Zubereitung hat der Experte auch ein paar Tipps: "Man soll die Pilze nicht roh essen." Einerseits bestehe eine Gefahr durch möglicherweise abgelegte Bandwurmeier, andererseits seien viele Pilze roh giftig. Deshalb sollten sie auf mehr als 70 Grad erhitzt werden.

Um über gefährliche Pilze aufzuklären, veranstaltet Wendland im Erholungspark Pahna bis Ende September immer samstags eine Pilzschau von 10 bis 12 Uhr.

Die Pilzberatungsstellen im Altenburger Land: Frank Wendland, Peniger Str. 7, 04603 Wilchwitz, % 03447 501504; Dietmar Löffler, Zetkinstr. 4, 04613 Lucka % 034492 25432.

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