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Altenburg Erster Bauabschnitt an Kirche in Saara ist geschafft
Region Altenburg Erster Bauabschnitt an Kirche in Saara ist geschafft
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14:00 02.12.2017
Bevor der Turmknopf auf die Kirche in Saara wieder aufgesetzt wird, befüllen Ralf Gerhardt, Romy Oertel und Michael Seifferth (v.l.) die Zeitkapsel. Quelle: Mario Jahn
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Saara

Einen Meilenstein hat die circa 300 Mitglieder zählende Kirchgemeinde von Saara geschafft: Am Freitag konnte mit einem feierlichen Festakt der Abschluss des ersten Bauabschnitts am Dach des örtlichen Gotteshauses mitsamt Bekrönung beendet werden.

Nachdem runde 100 Jahre an dem Gotteshaus nichts mehr gemacht worden ist, waren diese Sanierungsarbeiten dringend nötig. Das war dem Gemeindekirchenrat schon vor gut 15 Jahren klar, als man begann, für die komplette Dachsanierung Geld zu sammeln. „Rund 200 000 Euro sind jetzt in diesem ersten Abschnitt verbaut worden. Ja, für uns ist heute ein echter Festtag“, meinte Wolfgang Taubert vom Gemeindekirchenrat. Noch dazu, wo man in Sachen Finanzierung nahezu eine Punktlandung hingelegt habe: „Geplant waren Kosten in Höhe von rund 190 000 Euro. Und bei so alten Bauten, wie unserer Kirche, die aus dem 18. Jahrhundert stammt, weiß ja niemand genau, welche Überraschungen sich in der Substanz noch finden“, so Taubert.

Schon im kommenden Jahr soll der zweite Bauabschnitt des Daches in Angriff genommen werden. „Der wird in Summe noch mal so teuer. Danach ist der dritte Bauabschnitt, bei dem unter anderem die Eingänge sowie die Sakristei drankommen sollen, mit rund 80 000 Euro vergleichsweise preiswert“, so Taubert.

Der jetzt abgeschlossene Bauabschnitt war auch gute Gelegenheit, allen Beteiligten herzlich Danke zu sagen. „Sehr gut haben wir bei unserem Projekt mit der Gemeinde Nobitz zusammen gearbeitet, die nicht nur die Wege in das Programm Städterbauförderung ebnete, sondern sich auch selbst finanziell an dem Projekt beteiligt.“ Seit 2014 stellt Nobitz jedes Jahr einen Betrag in Höhe von 10 000 Euro zur Verfügung, der in die Kirchensanierung fließt. Kein Wunder, dass beim Festakt auch der Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD) mit zugegen war. Um die 40 000 Euro steuerte zudem die Kirchgemeinde aus dem eigenen Haushalt bei. Bei vielen Einwohnern, spielt die Kirche im Dorf eben eine ganz bedeutsame Rolle. „Was nicht nur die Spendenfreudigkeit unserer Mitglieder gezeigt hat“, meinte Taubert.

Nur zwei Zahlen belegen nach Tauberts Worten, wie nötig die Kirche eine Sanierung hat. „Die Turmkugel wurde letztmals Anfang des 20. Jahrhunderts um 1909 herum abgenommen und letzte Renovierungen überhaupt erfolgten in den 1960er Jahren.“ Zu tun gibt es auch künftig genug: Die Fassade könnte ebenso eine Sanierung vertragen, wie die dortigen Figuren. Und eine Kur bekäme auch der Trost-Orgel gut.

Von Jörg Wolf

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