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Altenburg Erster Recyclinghof fürs Wieratal
Region Altenburg Erster Recyclinghof fürs Wieratal
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19:27 11.08.2014
Michaele Sojka, Mona Günther, Koordinatorin Wertstoffhöfe, und Volker Sievers, Chef der Agrargenossenschaft (v.l.), schauen sich die noch leeren Container an. Quelle: Frank Schmidt fuer OVZ Altenburg

Rund 20 Kilometer Fahrt waren nötig, um den Abfall zum Beispiel in Altenburg oder Gößnitz abzugeben. Eine absolut nicht mehr zeitgemäße Situation. Deshalb begann der kreiseigene Dienstleistungsbetrieb Abfallwirtschaft, im Oktober 2012 nach einem geeigneten Platz im Wieratal zu suchen.

Gestern nun wurde der Recyclinghof offiziell eingeweiht. Fündig war die Abfallwirtschaft bei der Standortsuche in Frohnsdorf geworden. Auf dem Gelände der Agrargenossenschaft Jückelberg gab es das geeignete Grundstück. "Von Anfang an wurden wir vom Vorstandsvorsitzenden Volker Sievers unterstützt", sagte Landrätin Michaele Sojka (Linke), die den Recyclinghof eröffnete. Offensichtlich ist eine Abfallannahmestelle fürs Wieratal ein Thema, das viel Aufmerksamkeit erregt - erst recht in Wahlkampfzeiten -, denn zur Einweihung kamen nicht nur die Landrätin und der zuständige Amtsleiter Bernd Wenzlau, sondern auch ein gutes Dutzend Kreisräte inklusive des Werkausschusses, der die nötigen Beschlüsse gefasst hat.

Immerhin war über ein Jahr Arbeit notwendig, um den Platz herzurichten. Im Frühjahr 2013 erfolgte die Planung und Ausschreibung. Im September 2013 wurde die Erweiterung der Betonfläche genehmigt und im Januar wurden zwei Firmen mit der Realisierung beauftragt. Dann verzögerte sich der Beginn, da bei der Baugrunduntersuchung kontaminiertes Erdreich festgestellt wurde. Das beseitigte die Agrargenossenschaft Jückelberg, sodass es im April endlich losgehen konnte. Rund 115 000 Euro hat der Recyclinghof gekostet. "Zu 100 Prozent über die Müllgebühren finanziert, wie wir es beschlossen haben", so Sojka gegenüber den Anwesenden, zu denen auch Vertreter der bauausführenden Firmen und die drei Männer gehörten, die künftig auf dem neuen Recyclinghof arbeiten.

"Ich wollte mich beruflich verändern und das ist hier möglich", erzählt der ehemalige Trockenbauer Ralf Kösser zufrieden. Wie seine ebenfalls neu eingestellten Kollegen hat er in den vergangenen zwei Wochen auf verschiedenen Höfen der Abfallwirtschaft ein Praktikum gemacht. "Das hat mich bestärkt, hier anzufangen", erklärt Ralf Kösser guter Dinge.

Trotz des fehlenden Hofes habe es im Wieratal bisher aber keine Probleme mit Sperrmüll in der Natur gegeben, zumindest nicht mehr als anderswo, sagt Kreisrat Carsten Helbig (SPD) aus Langenleuba-Niederhain der OVZ.

Der Wertstoffhof Frohnsdorf ist ab sofort dienstags und mittwochs von 8 bis 13 Uhr, donnerstags von 13 bis 18 Uhr, freitags von 12 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Angenommen werden kostenlos Grünschnitt (bis zu einem halben Kubikmeter pro Woche), Sperrmüll, Schrott, Papier, Pappe, Gelbe Säcke und Elektroaltgeräte.

Reuter, Jörg

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