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Altenburg Erster Urlaub für den kleinen Ode aus Lucka
Region Altenburg Erster Urlaub für den kleinen Ode aus Lucka
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20:43 06.01.2012
Sylvia Tänzler (2.v.r.) fehlen die Worte, doch sie strahlt vor Glück. Bei der Spendenaktion von Katja Klement, Jana Dietz und Petra Draxdorf (v.r.n.l.) kamen 1400 Euro zusammen. Quelle: Kathrin Gerlach

Seniorensportgruppe

Meuselwitz. Die Seniorensportgruppe der Volkssolidarität trifft sich am Donnerstag um 9.30 Uhr im ZIII zur nächsten Sportveranstaltung.

ALG-II-Beratung

Meuselwitz. Am Mittwoch findet turnusmäßig die nächste Beratung für Empfänger von Arbeitslosengeld II in Meuselwitz statt. Beraten wird von 9 bis 11 Uhr in der Rathausstraße 13.

Um Terminvereinbarung wird unter % 0174 6676362 gebeten.

Lucka/Altenburg. Menschen aus Altenburg und Lucka haben in der Weihnachtszeit eine wahre Ode ans Leben geschrieben. Als sie vom Schicksal des kleinen Ode aus Lucka hörten, der unter einer schweren chronischen Krankheit, dem Wiedemann-Beckwith-Syndrom leidet, zögerten sie nicht lange und spendeten. Die OVZ berichtet in ihrer Weihnachtsbeilage vom 23. November 2011 erstmals über den Jungen, der an einem genetisch bedingten Großwuchs-Syndrom erkrankt ist, das mit Fehlbildungen und Tumoren verbunden ist.

Jetzt übergaben die Initiatorinnen Katja Klement, Jana Dietz und Petra Draxdorf den Spendenerlös von 1400 Euro an den kleinen Ode und seine Mutter Sylvia Tänzler. Die Überraschung war groß, als Petra Draxdorf den symbolischen Spendenscheck überreichte. Denn weitaus mehr, als sich die Altenburger Unternehmerinnen erträumt hatten, war für Ode zusammengekommen.

"Nachdem die Osterländer Volkszeitung über Ode berichtet hatte, kamen viele Altenburger in unsere Geschäfte, um zu spenden", beschreibt Katja Klement die Resonanz. Zudem entstanden in Altenburg und Lucka spontane Aktionen, sammelten Rechtsanwalt Jens-Uwe Hummel, das Backhaus Hennig und die Papeterie Detmar Staudt zusätzliche Spenden für den kranken Jungen.

Da bald abzusehen war, dass der Erlös für weitaus mehr als die geplante heilpädagogische Hippotherapie reichen würde, schmiedeten die drei Altenburgerinnen - Inhaberinnen einer Modeboutique, eines Friseurladen und eines Nagelstudios - gemeinsam mit der Frühförderung der Lebenshilfe am Plan für Ode und seine Mutter Sylvia. Sie organisierten für die beiden einen zweiwöchigen Urlaub in einem Therapiezentrum im Allgäu. Am Großen Alpsee soll Sylvia Tänzler endlich mal die Seele baumeln lassen und den Alltag vergessen können, während ihr zweieinhalbjähriger Sohn von erfahrenen Therapeuten betreut wird. Hippotherapie, Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie werden hier fachübergreifend auf die Bedürfnisse der kleinen Patienten zugeschnitten.

Wellness- und Wohlfühlangebote, gemütliche Ferienwohnungen und das erholsame Ambiente auf dem historischen Bauernhof inmitten der Allgäuer Berge sollen der Familie Ruhe und Entspannung bringen. Das zumindest wünschen sich die vielen Spender für die Luckaer.

Ihr Geschenk kommt gerade zur rechten Zeit. Denn Ode wurde auch in der Weihnachtszeit von seiner schweren Krankheit gebeutelt. Nachdem er seit seiner Geburt schon neun Operationen überstehen musste, verbrachte er auch den Großteil des Dezembers in der Unikinderklinik in Leipzig.

Seine Mutter Sylvia - immer an seiner Seite - brach unter der Last der anhaltenden Sorge um ihren kleinen Liebling und des anstrengenden Kampfes gegen bürokratische Mühlen fast zusammen. Sie rappelte sich aber schnell wieder auf, schließlich braucht ihr kleiner Sohn eine starke Mutter. Kraft schöpft die 24-Jährige aus seinem Lächeln und der Unterstützung der Menschen an ihrer Seite.

Zu ihren Eltern, ihrem Lebensgefährten und der Frühförderung der Lebenshilfe sind nun all jene Menschen hinzugekommen, die in Altenburg und Lucka mit Spenden und persönlichen Zeilen ihre Hochachtung vor dem kleinen Kämpfer Ode zum Ausdruck brachten, und die Sylvia Tänzler ein winziges Stück ihrer Sorgen abnehmen.

Sei es nun bei der Organisation des ersten Urlaubs mit ihrem Ode oder bei der Durchsetzung der Rechte ihres kleinen Sohnes. Denn Ruhe haben die Tänzlers noch lange nicht und werden auch weiterhin Hilfe brauchen. So bearbeitet das Landratsamt Altenburger Land bereits seit August 2011 den Antrag auf eine einige Betreuerin für Ode in der Kindertagesstätte Lucka. Ende Januar soll nun endlich eine Entscheidung fallen. Kathrin Gerlach

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