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Altenburg Erweiterung für Meuselwitzer Seniorenzentrum ist fertig
Region Altenburg Erweiterung für Meuselwitzer Seniorenzentrum ist fertig
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00:21 01.09.2017
Großes Interesse: Zahlreiche Gäste informierten sich beim Rundgang über den neuen Erweiterungsbau am Meuselwitzer Seniorenzentrum. Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

Die Erleichterung war Kathrin Pliquett-Herfurth deutlich anzumerken: „Die Landrätin hatte gesagt, wir wollten hier keinen Berliner Flughafen. Und das haben wir geschafft“, freute sich die Geschäftsführerin des Meuselwitzer Seniorenzentrums Dienstagmittag zur feierlichen Eröffnung des neuen Anbaus.

In allen Belangen sei man im Soll geblieben, berichtete sie den anwesenden Gästen, zu denen neben den Stadträten der Schnauderstadt auch Vertreter des Kreistages sowie der beteiligten Bauunternehmen gehörten. „Wir haben 15 Monate Bauzeit veranschlagt und eingehalten, auch den Kostenrahmen von rund 3,8 Millionen nicht überschritten“, zählte sie auf. Das sei, gerade angesichts des ungewöhnlichen Baufelds, auf dem man auf engem Raum optimal arbeiten musste, besonders erfreulich, fügte Steffen Lauterbach, verantwortlicher Planer des Projekts, an.

Eine beachtliche Leistung, wenn man bedenke, dass insbesondere in den letzten Tagen der Zeitplan doch sehr eng gestrickt gewesen sei, so Pliquett-Herfurth. Entsprechend seien auch noch einige letzte Arbeiten zu tätigen, müssen etwa im Erdgeschoss noch der Fußbodenbelag vollendet sowie die Fußleisten angebracht werden. „Bis Ende der Woche ist aber auch das geschafft“, kündigte sie an. Dann könne man den bisherigen und künftigen Bewohnern der Einrichtung ein behagliches Zuhause bieten.

Und auch eines, das den aktuellen Anforderungen an die Pflege entspreche, fügte Landrätin Michaele Sojka (Linke) in ihrer Ansprache an. „Wir haben hier nun ein Heim, das zu den modernsten und komfortabelsten der Region zählt“, war sich die Kreischefin sicher. Die nun erfolgte Übergabe wertete sie als gelungenen Abschluss eines Projekts, auf den über Jahre von allen Beteiligten in Verwaltung und Politik intensiv hingearbeitet wurde.

In die gleiche Kerbe stieß Bürgermeister Udo Pick (BfM). Man begegne mit dem Projekt nicht zuletzt den veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen, führte das Stadtoberhaupt aus. „Viele Familien können eine Betreuung zuhause nicht mehr stemmen, mit der Erweiterung schaffen wir hier qualifizierte Abhilfe.“

Mit dem Neubau stehen nun 28 weitere Zimmer mit je 16 Quadratmetern zur Verfügung, insgesamt komme man so auf 90 Betten, führte Pliquett-Herfurth beim Rundgang durch die freundlich gestalteten Räumlichkeiten aus. „Abgesehen vom Pflegebett, von Nacht- und Kleiderschrank ist jedes Zimmer individuell einrichtbar“, betonte sie. Ein Farbkonzept erleichtere den Bewohnern die Orientierung auf den Etagen, auch ein speziell ausgestattetes Pflegebad mit entsprechender Hebevorrichtung ist vorhanden.

Der Zuspruch sei bereits jetzt groß, nur noch sechs freie Plätze verfügbar. Im Obergeschoss ziehen kommende Woche die ersten Bestands- und Neubewohner ein, in drei Wochen soll auch das Erdgeschoss weitestgehend belegt sein.

Die für die zusätzlichen Bewohner benötigten Pflegekräfte hätte man erfreulich schnell finden können. „Wir haben seit Mai Ausschreibungen geführt, inzwischen ist das Team in Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft komplett“, berichtete Pliquett-Herfurth. Nahezu alle der 18 neuen Kräfte habe man in der Region gewinnen können, einige wenige kämen aus dem benachbarten Sachsen-Anhalt hinzu.

Am morgigen Donnerstag lädt das Seniorenzentrum zu einem Tag der offenen Tür in den Neubau ein. Von 10 bis 17 Uhr können die Zimmer besichtigt werden, die Bereichsleitungen informieren über Ausstattung, Konzept und freie Plätze.

Von Bastian Fischer

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