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Altenburg Erweiterungsbau am Meuselwitzer Seniorenzentrum ist fast fertig
Region Altenburg Erweiterungsbau am Meuselwitzer Seniorenzentrum ist fast fertig
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04:37 16.06.2017
Das Seniorenzentrum in Meuselwitz erhält in Kürze einen Neubau. Quelle: Mario Jahn
Meuselwitz

Fleißig gewerkelt wird derzeit noch auf dem Gelände es Meuselwitzer Seniorenzentrums in der Bebelstraße. Die Fertigstellung des im vergangenen Jahr begonnenen Erweiterungsbaus liegt in den letzten Zügen, wie Geschäftsführerin Kathrin Pliquett-Herfurth berichtet.

„In den kommenden Tage werden die Gerüste zurückgebaut, im Innenbereich erfolgen derzeit noch Schlosser-, Maler- und Bodenlegerarbeiten“, zählt sie auf. Knappe acht Wochen sind dafür noch veranschlagt, bevor im August dann die Objektausstatter letzte Hand anlegen, um die Räume wohnlich zu gestalten.

Rund 3,6 Millionen Euro kosten die Arbeiten, die aus Eigenmitteln und durch Kreditaufnahmen finanziert werden. Noch einmal knapp 100 000 Euro fallen im Anschluss für finale Arbeiten an den Außenanlagen und die Endreinigung nach Bauabschluss an. Am Ende kommen so 28 weitere Einzelzimmer zum Bestand der Einrichtung hinzu, erklärt Pliquett-Herfurth. „Insgesamt verfügen wir dann über 90 Plätze.“ Um die gestiegene Bewohnerzahl zu bewältigen, sind zudem 18 neue Mitarbeiter eingestellt worden.

Ausgestattet sind die Räumlichkeiten der Klientel entsprechend mit Niedrigbetten, Nacht- und Kleiderschränken sowie einem eigenen Bad mit ebenerdiger Duschkabine. „Zusätzlich bleibt noch Platz, um etwa eigene Stühle, Beistelltische oder Fernseher mitzubringen“, betont die Geschäftsführerin. So soll jeder künftige Bewohner sein Domizil möglichst heimelig einrichten können.

Im Seniorenzentrum verspricht man sich von der Erweiterung einen größeren Spielraum, insbesondere im Bereich der Kurzzeitpflege. „Wir können durch die neuen Räume nun breiter gefächert entsprechende Fälle aufnehmen, während wir bisher natürlich primär nach Dringlichkeit entschieden haben.“ Die Chancen, einen Platz für einen wenige Wochen dauernden Aufenthalt zu finden, seien so deutlich gestiegen.

Auch sonst gebe es große Nachfrage nach den neuen Räumlichkeiten, berichtet Pliquett-Herfurth. „Eine Ebene ist bereits vollständig belegt, auch die andere dürfte nicht lange leer bleiben.“ Der gestiegene Bedarf überrascht sie nicht. „Das ist zum einen natürlich dem demografischen Wandel geschuldet. Aber auch die insgesamt höhere Lebenserwartung und damit einhergehende Alterserscheinungen und Krankheiten nehmen zu“, erläutert sie die Hintergründe. Wenn dann noch Verwandtschaft weiter weg wohnt, die Kinder die Pflege selbst nicht übernehmen können oder gar eine Demenzerkrankung vorliegt, ist der Weg ins Heim oftmals nicht zu vermeiden.

Einziehen sollen die ersten Bewohner laut Kathrin Pliquett-Herfurth am 4. September. Bereits am 31. August können sich Interessierte bei einem Tag der offenen Tür ein Bild vom Erweiterungsbau machen.

Von Bastian Fischer

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