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Altenburg Es lebe das Akkordeon!
Region Altenburg Es lebe das Akkordeon!
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20:43 26.11.2013
Das Altenburger Akkordeonorchester unter der Leitung von Matias Fierro beim Konzert in der Music Hall. Quelle: Jens Paul Taubert

Aber nicht die Liebe zu und die Begeisterung für dieses Instrument und zumal nicht in Altenburg. Das bewiesen die beiden restlos ausverkauften Konzerte des 1. Altenburger Akkordeonorchesters 1952 am vergangenen Sonnabend in der Music Hall.

Wer heute Akkordeon spielt, tut dies in der Regel in einem Orchester und hat es in der Musikschule gelernt. Das hat in Altenburg Tradition und deshalb auch gehört die Skatstadt neben Jena und Erfurt zu den drei Akkordeonzentren in Thüringen. Und dass dies so ist, verdankt die hiesige umfangreiche Akkordeongemeinschaft in erster Linie dem langjährigen Wirken von Werner Osten sowohl als Lehrer und Ausbilder in der Musikschule wie auch im Orchester.

So fehlt es hier auch nicht an Nachwuchs, der sich nach der Pause unter Leitung von Werner Osten mit eigenen Titeln vorstellte und gleich sitzen blieb für das gemeinsame Musizieren mit den "Altgedienten". Über 30 Akkordeonisten auf der Bühne hat schon etwas von Außergewöhnlichem.

Außergewöhnlich war auch das Programm, das diesmal auf Walzer und Märsche und auf das Klassische ganz verzichtete und wunderbar mit Titeln aus Rock, Pop und lateinamerikanischen Tangos zusammengestellt war. Solche von Carlos Santana, Leroy Anderson, John Williams (aus Star Wars), Count Basie, Michael Jackson, Elton John, Joey Tempest und vielen anderen machten das Programm lebendig und abwechslungsreich. Es wurde von den Musikern zudem mit Leidenschaft und Können gespielt.

Dass mit dem Akkordeon alle musikalischen Spielarten und Facetten möglich sind, wird in solch einem Konzert deutlich. Das Orchester ist in fünf Stimmen aufgeteilt. Die erste und zweite spielen die Melodielinien, die dritte spielt meistens gegenläufig in einer tieferen Oktave. Die vierte und fünfte geben meistens den Rhythmus und den Bass als Fundament. Dadurch erhält das Orchester eine verblüffende Klangvielfalt, die es damit ganz in die Nähe eines philharmonischen Orchesters bringt. Vollkommen wird der Klang durch ein E-Piano und durch die Rhythmusgruppe, die aus drei Gitarren und einem Schlagzeuger besteht, und durch den Einsatz von Saxofon und Klarinette.

Musikalisch exakt geführt werden sie allesamt durch den Dirigenten Matias Fierro, der eine klassische Dirigentenausbildung absolviert hat und die Musiker leitet wie ein traditionelles Sinfonieorchester. Der Dirigent versteht sein Handwerk und führt das Orchester mit Hilfe seines 1. Konzertmeisters Werner Osten zu einem Niveau, das die zwei Konzerte zu musikalischen Ereignissen werden lässt. Das Publikum erkennt dies und bedient jedes Musikstück mit heftigem Beifall, der am Schluss nicht enden will und zu zwei Zugaben führt, wobei die Sirtaki von Mikis Theodorakis aus dem Film "Alexis Sorbas" zum krönenden Abschluss wird.

Erfreulich, dass die Gesamtorganisation, Betreuung und der Service dieser Veranstaltung dank vieler Helfer der musikalischen Qualität des Konzertes adäquat war.

Manfred Hainich

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