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Es spritzt und klatscht: In Altenburg werden die besten Arschbomben gesucht

Südbad Es spritzt und klatscht: In Altenburg werden die besten Arschbomben gesucht

Es spritzte und klatschte Samstagnachmittag im Altenburger Freibad. Es gab Applaus, erstaunte Gesichter und wohl auch den ein und anderen blauen Fleck. Denn Badbetreiber Ewa lud zum Arschbomben-Contest ein. 29 wagemutige Springer versuchten sich vom Drei-Meter-Brett oder vom Zehn-Meter-Turm – und gingen manchmal an ihre Schmerzgrenze.

Kurz vor dem Eintauchen.

Quelle: Foto: Nicole Rathge-Scholz

Altenburg. Es spritzte und klatschte Samstagnachmittag im Altenburger Freibad. Es gab Applaus, erstaunte Gesichter und wohl auch den ein und anderen blauen Fleck. Denn es wurde zum Arschbomben-Contest geladen.

„Bei dem Wettbewerb geht es um Mordsgaudi, mal eine Abwechslung zu bieten und einfach Sommerspaß zu genießen“, erklärte Rico Schwertner von der mobilen Jugendarbeit der Stadt Altenburg, der für coole Musik und Unterhaltung am Mikrofon sorgte. Der kuriose Arschbomben-Wettbewerb ist keine Neuerung im Freibad, sondern wurde schon ausgetragen, als die Stadt noch Eigentümer der Anlage war. „Diesmal haben wir nur etwas mehr Werbung gemacht“, erklärte Ewa-Bäderchef Oliver Heber. „Wir haben nun mal diesen schönen Sprungturm, und damit er mehr genutzt wird, hat man sich das mit dem Contest einfallen lassen. So können sich emsige Springer bei einem lustigen Wettbewerb messen.“ Wegen der Abhängigkeit vom Wetter sei die Organisation nicht leicht, „aber heute haben wir ja richtig Glück“, freute sich Heber und nahm auf seinem Jurystuhl platz.

Gewertet wurde in zwei Altersgruppen – von 6 bis 12 und ab 13 Jahre. 29 wagemutige Springer meldeten sich an, darunter auch zwei Niederländer, die zu Besuch im Altenburger Südbad waren. Die Arschbomben-Springer konnten vom Drei-Meter-Brett oder vom Zehn-Meter-Turm ihr Glück versuchen. Nach je drei Versuchen in der Vorrunde zogen die Besten ins Finale ein und kämpften um den Sieg und kleine Sachpreise. „Gewertet wird nach Verrücktheit des Sprunges, dem Mut, auf dem Hintern zu landen, nach dem Eintauch-Geräusch, den Wasserfontänen und natürlich der Schmerzgrenze“, lachte Schwimmmeister Heber, der mit zwei weiteren Kollegen die Jury besetzte.

„Ich bin das erste Mal dabei, weil es Spaß macht und Schwimmen sowieso eines meiner Hobbys ist“, erzählte der 14-jährige Maik Senger, der seinen Plan für den Sieg preis gab. „Meine Taktik ist es, gleichzeitig mit dem Arsch und den Beinen im Wasser zu landen, weil dabei mehr Spritzer entstehen“, so der Altenburger, der zunächst vom Dreier hüpfte. „Wenn ich weiterkomme, werde ich mich auch mal vom Zehn-Meter-Turm versuchen.“

Zwar wurde der Contest von Jungs dominiert, aber in beiden Altersgruppen war je ein Mädchen beziehungsweise eine junge Frau mit von der Partie. Melanie K. Jahnke aus Treben mischte bei der Gruppe ab 13 mit. „Der Contest wurde so angepriesen, da dachte ich mir, ich probiere es mal“, so die gebürtige Altenburgerin. „Ich muss schon sagen, dass es nicht ganz schmerzfrei ist und die Haut ganz schön spannt. Aber ich bin jetzt mit dabei und ziehe das auch durch“, erzählte die 30-Jährige, die ihren Spaß am Springen ins kühle Nass hatte.

Natürlich wurde die Sicherheit groß geschrieben, jeder Teilnehmer sprang einzeln in einen abgesperrten Bereich und erwies sich selbst als sehr umsichtig.

Erste Plätze gingen am Ende an den elfjährigen Justin Langner in der Altersgruppe der Sechs- bis Zwölfjährigen sowie die beiden 15-Jährigen Enrico Leu und Dominik Ochs.

Von Nicole Rathge-Scholz

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