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Ewa kauft der Stadt Altenburg beide Bäder ab und investiert 1,5 Millionen Euro

Sport und Freizeit Ewa kauft der Stadt Altenburg beide Bäder ab und investiert 1,5 Millionen Euro

Ab 1. Januar ist die Energie- und Wasserversorgung Altenburg (Ewa) Eigentümerin und Betreiberin der beiden Bäder in der Skatstadt. Eintrittspreise und Öffnungszeiten sollen stabil bleiben. Ewa-Chef Anton Geerlings kündigte Investitionen von 1,5 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren an. Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) sprach von einer neue Ära.

Ewa-Geschäftsführer Anton Geerlings, OB Michael Wolf (SPD) und Altenburgs Bäder-Chef Oliver Heber (v.r.) freuen sich auf eine neue Ära.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Für die beiden Bäder in der Kreisstadt bricht eine neue Zeitrechnung an. Zum 1. Januar 2016 gehen beide Freizeit- und Sporteinrichtungen von der Trägerschaft des Stadtverwaltung in das Eigentum der Energie- und Wasserversorgung Altenburg (Ewa) über. Der Vertrag dazu war in der vergangenen Woche unterzeichnet und notariell beglaubigt worden. Der Kaufpreis beträgt zwei Millionen Euro.

Am Mittwoch tellte Ewa-Geschäftsführer Anton Geerlings im Beisein von Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) die Zukunft des Hallen- sowie des Südbades vor. Danach werden in den nächsten drei Jahren insgesamt 1,5 Millionen Euro investiert. Als erstes werden die Zufahrt zum Hallenbad und der Vorplatz befestigt sowie die Treppe hinauf zu den Parkplätzen auf dem Festplatz-Gelände abgebaut und erneuert. Zügig fließt Geld ebenso in Renovierungsarbeiten sowie in neue Technik. Größter Posten dabei ist ein Blockheizkraftwerk.

Geerlings kündigte an, dass alle Mitarbeiter – das sind fünf Schwimmmeister sowie fünf Angestellte im Service-Bereich – ab Neujahr zum Ewa-Team gehören. Eintrittspreise und Öffnungszeiten bleiben unverändert. Zum 2. Januar übernimmt die Ewa jene 50 Cent Preisaufschlag, die Badegäste samstags für das Warmbaden mehr bezahlen mussten. Dies und die Übernahme sollen an diesem Tag von 10 bis 15 Uhr bei einem kleinen Fest gefeiert werden, bei dem die Gäste in 30 Grad warmen Wasser und bei Musik das neue Jahr schwimmend begrüßen können.

Die Übernahme der Bäder hat wirtschaftliche Gründe und finanzielle Vorteile für die Stadt, die bislang die Bäder mit jährlich rund 500.000 Euro bezuschusste. Diese Zuwendung wird ab 2016 auf rund 50.000 Euro reduziert, womit Altenburg lediglich noch seinen Anteil am Schul- und Vereinssport beisteuert und damit den Haushalt erheblich entlastet.

Ausgaben für Ewa erhöhen sich

Damit erhöhen sich allerdings die Ausgaben für die Ewa, da Bäder bekanntlich meist Zuschussgeschäfte sind. Geerlings will einen Teil der Mehrkosten steuertechnisch verrechnen. Ein weiterer Teil sind jene Gelder, die die Ewa in den vergangenen Jahren ohnehin an das Rathaus überwies und die auch in die Bäder flossen. Diese Zuschüsse an die Stadt entfallen jetzt, so dass der Geschäftsführer davon ausgeht, dass die Finanzierung der beiden Einrichtungen gesichert ist und im Ewa-Etat keine neuen Löcher reißt. Das soll auch deswegen gelingen, weil die Betreibung effizienter erfolgen soll.

„Wenn ihr das gelingt, dann soll sie das tun“, sagte am Mittwoch OB Wolf. Für ihn sei wichtig, dass sowohl der Schul- und der Vereinsport weiter vernünftig betrieben werden können und es bei sozialverträglichen Eintrittspreisen bleibt. Alles andere funktioniere nun unter Wettbewerbsbedingungen. Damit beginne eine neue Ära, die die Bäder auf ein neues Level heben werden, sagte der Oberbürgermeister. Die Stadt allein habe dazu nicht die Kraft. Ein leistungsfähiges und solides Unternehmen wie die Ewa könne dies jedoch.

Alle Vorhaben sollen nun in einem Investitionsplan für die nächsten Jahre festgeschrieben werden. Dazu gehören in jedem Fall ein neuer Weg zum Südbad und neue Stellplätze sowie die Renovierung des Küchenpavillons. Eine Sauna am Hallenbad wird es nicht wieder geben, ebenso keine gastronomische Einrichtung.

Parallel wird ein Marketing-Konzept erstellt, um die Zahl der Gäste und die Einnahmen zu erhöhen. Ab Neujahr werden auch Fachangestellte für Bäder-Betreibung ausgebildet.

Von Jens Rosenkranz

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