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Altenburg Ewa setzt Elektro-Zapfsäulen in Altenburg unter Strom
Region Altenburg Ewa setzt Elektro-Zapfsäulen in Altenburg unter Strom
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19:53 13.03.2015
E-Mobile können nun auch auf dem Kornmarkt geladen werden. Quelle: Mario Jahn

Die aufgedruckten Werbeslogans "... mit Strom richtig Gas geben" und "0 % Emission, 100 % Emotion" geben zudem Hinweise auf den Zweck der Bauten: Es sind Ladestationen für E-Mobile, also für stromgetriebene Autos und andere Fahrzeuge. Seit dieser Woche betreibt die Energie- und Wasserversorgung Altenburg (Ewa) die beiden elektrischen "Zapfsäulen".

"In dem dahinterstehenden Pilotprojekt der Envia sind wir nur ein kleines Rad", sagt Ewa-Chef Anton Geerlings zur Einordnung. "Aber es ist ein Teil der Gesamtstrategie, dass man E-Autos überall laden kann." Also biete man das auch an. Das Laden ist momentan übrigens kostenlos möglich - zumindest, was den Strom betrifft.

"Es gibt derzeit noch keine Tarife, das dauert noch etwa acht bis neun Monate", erklärt der Ewa-Geschäftsführer weiter. "Bis dahin zahlt man die Parkgebühr und sonst nichts." Vielmehr dienten beide Anlagen der Testphase, um zu eruieren, wie sich ein variabler Stromtarif am besten gestalten lasse. Und auch dazu, um zu sehen, wie die Netze reagieren. Denn ein weiteres Ziel des Projekts ist, ein automatisiertes Lastenmanagement für die Niederspannung zu entwickeln. Schließlich könnten die Autobatterien eine Möglichkeit sein, überschüssigen Strom etwa von Windkraftanlagen kurzfristig zu speichern und so ein Abschalten dieser zu vermeiden.

Apropos Batterien: In diesen sieht Geerlings derzeit noch einen Pferdefuß der Elektromobilität. "Die offizielle Reichweite beträgt rund 150 Kilometer mit einer Ladung", sagt der Ewa-Chef. "Das reicht für den lokalen Gebrauch wie unseren aus, aber für eine Fahrt nach Berlin schon nicht mehr." Daher seien E-Mobile in Altenburg bisher auch kein großes Thema. "Außer unseren vier Elektro-Fahrzeugen gibt es vielleicht noch drei, vier weitere." Wie sich dieses Problem in Zukunft entwickle, werde sich zeigen.

Ladestationen gab es bisher lediglich in der Ewa-Zentrale in der Franz-Mehring-Straße. Mit den beiden neuen hat man nun etwas mehr Auswahl. Eine weitere könnte perspektivisch hinzukommen. Die Kosten für die Installation einer "E-Zapfsäule" bezifferte Geerlings auf 6000 Euro pro Stück. "70 Prozent davon wird als Förderung im Rahmen des Projekts vom Land bezahlt. Den Rest legen wir drauf", sagt er. Das sei ihm die Sache wert. "Wenn wir mitmachen, müssen wir uns auch finanziell beteiligen." Schließlich gehe es um eine Investition in die Zukunft.

Thomas Haegeler

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