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Ewa sieht Schwimmbäder-Kauf als Marketing-Chance

Ewa sieht Schwimmbäder-Kauf als Marketing-Chance

Die Energie- und Wasserversorgung Altenburg (Ewa) sieht der Übernahme der Schwimmbäder von der Stadt positiv entgegen. "Wir freuen uns und hoffen, dass alles klappt", sagte Geschäftsführer Anton Geerlings auf OVZ-Nachfrage.

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Die Ewa übernimmt die Altenburger Schwimmhalle.

Quelle: Mario Jahn

Größeren Investitionsbedarf sieht er nicht, dafür eine Marketing-Chance. Nach seinen Vorstellungen könnten etwa exklusive Umkleidekabinen im Freibad entstehen. Allerdings müssen die Details zu dem von Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) bereits angekündigten Deal (die OVZ berichtete) noch mit den zuständigen Gremien abgestimmt werden. Geerlings rechnet damit, dass das bis Juni/Juli geschieht und seine Firma das Hallen- und das Freibad zum 1. Januar 2016 übernimmt.

 

Seine Freude begründete der Ewa-Chef vor allem mit Blick auf das Personal, den Zustand und die Chancen der Einrichtungen. "Die Mitarbeiter machen einen guten Job, und gute Mitarbeiter sind bei uns immer gern gesehen", erklärte der Geschäftsführer. "Zudem haben wir dann Parkhäuser und Bäder in unserer Hand, können Rabatte anbieten. Das ist ein Marketing-Instrument." Daneben würden sich auch Synergieeffekte etwa in der Abrechnung und bei der Personalbetreuung ergeben.

 

Bei einem ersten Vor-Ort-Termin hat sich Geerlings bereits einen Eindruck verschafft und bescheinigt den Bädern einen guten Gesamtzustand. "Die Schwimmhalle ist, abgesehen von einigen Nebenräumen, fast fertig saniert, und aus dem Freibad kann man etwas Interessantes machen", sagte er. Bei der Begehung jedenfalls seien ihm keine immensen Investitionen ins Auge gesprungen. "Ich rechne mit einer halben Million Euro in den nächsten zwei bis drei Jahren", so Geerlings weiter. "In der Schwimmhalle etwas mehr als im Freibad, aber das ist normal. Technisch sind beide in einem super Zustand." Das größte Projekt werden Parkplätze für die Schwimmhalle, die unterhalb des Festplatzes entstehen sollen.

 

An den Eintrittspreisen wolle man ebenso festhalten wie an den Mitarbeitern. "Der Kauf der Bäder ist ein Betriebsübergang, und ich gehe davon aus, dass alle Mitarbeiter und ihre Erfahrung gebraucht werden", sagte der Ewa-Chef. "Die Preise sind ebenso wie mögliche Verkaufsstände nicht unser erstes Thema." Mit dem Erfassungssystem werde man sicher etwas machen, besonders wenn Rabatt-Aktionen greifen. "Die Hauptfrage ist: Wie kriegen wir die Bäder attraktiver hin?"

 

Ideen hat Geerlings dafür schon einige - auch ohne ein Spaßbad wie das Tatami in Schmölln, mit dem er einen Erfahrungsaustausch plant, zu installieren. So schwebt ihm etwa vor, die Jugendstil-Umkleiden im Freibad wieder auf Vordermann zu bringen und - mit einem entsprechenden Aufpreis - exklusiv zu vermieten. "Ich bringe dann auch gern noch einen goldenen Schlüssel vorbei", meinte Geerlings mit einem Augenzwinkern. "Ich sehe dafür ein Klientel, ob es dann realisierbar ist, wird sich zeigen."

 

Zum avisierten Kaufpreis wollte der Geschäftsführer dagegen keine Angaben machen: "Da wir ein städtisches Unternehmen sind, ist das linke Tasche, rechte Tasche."

Thomas Haegeler

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