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Ex-Altenburger greift bei DSDS nach dem Titel

Daumendrücken für Thomas Katrozan Ex-Altenburger greift bei DSDS nach dem Titel

Zum Finale von „Deutschland sucht den Superstar“ am Sonnabend in Düsseldorf drücken zahlreiche Freunde und Bekannte von Thomas Katrozan die Daumen. Der 36-Jährige ist in Wilchwitz und Altenburg aufgewachsen und hat von 1991 bis 1998 das Friedrichgymnasium in der Skatstadt besucht.

Geschafft: Thomas Katrozan (l.) jubelt nach dem Einzug ins DSDS-Finale zusammen mit Laura van den Elzen und Prince Damien.

Quelle: RTL / Stefan Gregorowius

Altenburg. „Thomas war eigentlich ein netter kleiner und niedlicher Junge. Aber er hatte dazu auch ein gesundes Selbstbewusstsein“, erzählt Hannelore Kuhl. Seit 1974 ist sie Sekretärin im Friedrichgymnasium und hat schon

Hannelore Kuhl

Hannelore Kuhl

Quelle: Mario Jahn

zahlreiche Schülergernerationen kommen und gehen sehen. „Aber an den Thomas kann ich mich sofort erinnern“, versichert die 65-Jährige. Die ehrwürdige Bildungseinrichtung besuchte der heute 36-jährige DSDS-Finalist von 1991 bis 1998. „Vor allem als Sänger der Mitte der 90er-Jahre nach einem Casting und einer Projektwoche gegründeten Schulband hat sich Thomas hier einen Namen gemacht. Daher wird wohl auch sein Selbstbewusstsein herrühren“, meint Hannelore Kuhl. Am Sonnabend wird sie natürlich mitfiebern. „Und zwar die ganze Sendung. Aus den bisherigen habe ich mir ja nur via Mediathek die Auftritte von Thomas angesehen. Es ist ja schon verrückt, einen ehemaligen Schüler bei so einer Show zu erleben.“

Frank Fache

Frank Fache

Quelle: Mario Jahn

Ja, jene schon legendär zu nennende Schulband hat wohl Thomas Katrozans Weg zur Musik maßgeblich mitgeprägt. Das denkt auch Frank Fache, der einstige Schulleiter am Friedrichgymnasium. „Da hat er sich voll ins Zeug gelegt und wahnsinnig engagiert. Schon der Weg dorthin, als er sich als Siebtklässler in einem richtigen Casting gleich als Sänger auch gegen ältere Schüler durchgesetzt hatte, spricht dafür, dass dieses Talent aber schon immer da war“, sagt der 72-Jährige heute. Und er fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Das geschah alles auch ohne Rücksicht auf seine schulischen Leistungen. Thomas hat der Musik vieles untergeordnet und dann nicht so zielstrebig gelernt, wie man es für einen richtig guten Abschluss vielleicht gebraucht hätte. Er wollte hauptsächlich nur ordentlich durch das Abitur kommen“, plaudert Fache. „Aber insgesamt war der Junge mit seinen schon damals langen Dreadlocks und seiner Art richtig sympathisch. Auch sportlich hatte er übrigens einiges drauf“, so der Ex-Schulleiter, der sich sehr freuen würde, den DSDS-Finalisten vielleicht bald bei einem Konzert am Friedrichgymnasium oder in Altenburg begrüßen zu können. „Er kommt mit Sicherheit auch heute sehr gut an.“

Susann Seifert

Susann Seifert

Quelle: Mario Jahn

Ankommen würde er sicher auch sehr bei den Mädchen. Denn schon zu seiner Schulzeit ließ der Rastamann mit der erstaunlichen Stimme so manches Mädchenherz schwach werden. „Ja, wir waren alle ein wenig in den Thomas verliebt“, gesteht beispielsweise Susann Seifert, die damals das Platanengymnasium besuchte. Diese Schwärmerei habe auch für ihre Freundinnen gegolten. „Thomas, das war für mich als damals 13-Jährige eben immer gleichbedeutend mit Sonnenuntergang am Haselbacher See oder in Wilchwitz, Lagerfeuer und Gitarre, die er dabei immer bei sich hatte. Und dann so schön sang“, sagt die dreifache Mutti heute mit einem Schmunzeln über ihre damalige Schwärmerei als Teenager. „Eine richtig coole Stimme hatte Katze schon damals. Vor allem, wenn er Songs von Bob Dylan sang, hatten wir alle wohl weiche Knie.“

Jana Klaubert

Jana Klaubert

Quelle: Mario Jahn

„Wenn er mit seiner Band die eigene Version von Knockin’ on Heaven’s Door als Leadsänger brachte, war das richtig cool. Das habe ich mir bis heute gemerkt“, meint Jana Klaubert, die eine Jahrgangsstufe über Katrozan das Gymnasium besuchte. „Wir hatten damals gerade den Schulclub ausgebaut, den die Schulband regelmäßig zu Proben und auch für Auftritt nutzte. Da stach der Thomas immer heraus, und er wusste das auch“, lacht die heute 37-jährige Diplomingenieurin für Architektur. „Er hatte ja auch den ganz besonderen Touch und richtig, ein ganz schmucker Kerl war er ja auch schon früher“, lacht sie.

So viele lobende Worte dürften auch Vater Bernd Katrozan hell erfreuen. „Eigentlich hat Thomas das mit der Musik schon in den Genen“, meint der 63-Jährige. Denn auch Bernd Katrozan musiziert leidenschaftlich gerne und gründete auch schon an der Erweiterten Oberschule in Borna, die er besuchte, eine Band. „Normalerweise ziehen Thomas und ich immer zum Herrentag gemeinsam auf Wanderschaft und haben Gitarren und Mundharmonika dabei. Dann geht es schon seit Jahren gen Kohren-Sahlis und unterwegs musizieren wir immer gemeinsam“, plaudert der stolze Vater. Das fiel dieses Jahr aber aus bekannten Gründen aus. Immerhin steckt Thomas seit Anfang April im DSDS-Stress und bereitet sich nun auf das Finale vor. „Ich war meiner Frau Steffi noch ein paar Tage zum Ausspannen an die Ostsee, ehe es jetzt rund 700 Kilometer weit westwärts nach Düsseldorf geht, wo wir mit fast 40 anderen Thomas am Sonnabend die Daumen drücken“, sagt Bernd Katrozan.

Hendrik Läber

Hendrik Läber

Quelle: Mario Jahn

Das macht natürlich auch der Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe, der Samstagabend zum Public Viewing vom Wilchwitzer Feuerwehrverein im Vereinsheim mit dabei sein wird. „Thomas hat Wilchwitz und Nobitz schon jetzt jede Menge Publicity gebracht. Wann wurde denn sonst so oft über Wilchwitz geredet, als im Zusammenhang mit DSDS. Und das ist ein ungeheurer Imagegewinn, der uns förmlich in den Schoß gefallen ist“, freut sich der 47-Jährige. Jetzt hofft auch Läbe sehr, Thomas bald zum Konzert in Nobitz begrüßen zu können: „Am Ende ist es doch egal, wie es am Sonnabend ausgeht. Schon jetzt ist das ein Riesenerfolg und er eine kleine Berühmtheit.“

Von Jörg Wolf

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