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Altenburg Exkursion zu den Rasephaser Wiesen bei Altenburg
Region Altenburg Exkursion zu den Rasephaser Wiesen bei Altenburg
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09:00 14.05.2017
Entlang der Blauen Flut bei Altenburg informieren Tafeln über lokale Flora und Fauna. Quelle: Naturforschende Gesellschaft Altenburg
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Altenburg

Nicht nur ausstellen und dokumentieren, sondern auch selbst aktiv werden und eingreifen, wo es nötig ist: Das hat sich das Team des Altenburger Naturkundemuseums Mauritianum auf die Fahne geschrieben. Spätestens seit 2015, als die Themen Artenerhalt und aktiver Naturschutz bei der Naturforschenden Gesellschaft Altenburg gestärkt wurden. Die Gesellschaft als Träger des Museums hat in der Region eine Reihe von Projekten angeschoben, die der Artenvielfalt dienen sollen.

Eines davon, die Rasephaser Wiesen bei Altenburg, können Naturinteressierte nächste Woche per Fußreise erkunden. Am 20. Mai lädt die Naturforschende Gesellschaft zu einer naturkundlichen Wanderung in die besondere Landschaft nördlich von Altenburg ein. „Eine Wanderung vom Gestern über das Heute bis in die Zukunft“ ist der Ausflug überschrieben, der um 10 Uhr am Rasephaser Dorfanger, am Parkplatz unterhalb der Kirche, startet. Mit 2,5 Kilometern Strecke ist er auch für Kinder geeignet.

Das Exkursionsziel der etwa 1,5 stündigen Rundwanderung sind die Rasephaser Wiesen an der Blauen Flut. Ein Überblick zur wechselhaften Geschichte und dem damit verbundenen Landschaftswandel des Gebietes wollen gegeben werden. Letztgenannter begann mit dem Bau der Eisenbahnlinie Leipzig–Altenburg–Hof im Jahr 1841. Ein Bahndamm wurde aufgeschüttet, die feuchte Aue zerschnitten und entwässert. Später wurde der Bachlauf begradigt, die Wiesen als Militärgelände von der Sowjet-Armee genutzt. Erst im Zuge einer Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme zum Bau der Altenburger Ortsumgehung begann man mit der Renaturierung dieser außergewöhnlichen Auenlandschaft, die sich durch Sumpfwiesen, Erlenbrüche, Seggenriede und Überschwemmungsgewässer mit typischen Pflanzen und Tieren auszeichnet.

Seit 2005 fließt die Blaue Flut zumindest teilweise wieder im ursprünglichen Bett. Die lokalen Naturschützer haben an der jüngeren Entwicklung durchaus ihren Anteil. Sie kümmern sich um die Neuanlage von Bachmäandern, stellen Auenbiotope wieder her, forcieren die Etablierung von Überschwemmungsflächen.

Allerdings, so teilt die Naturforschende Gesellschaft mit, entwickelten sich auf den Flächen bisher noch nicht die gewünschten Feuchtwiesen. Was nun für die Zukunft geplant ist, darüber geben die Exkursionsleiter Gitte Baumkötter und Elisabeth Endtmann am 20. Mai Auskunft. Sie werden, so die Ankündigung, auch bemerkenswerte Tier- und Pflanzenfunde am Wegesrand erläutern.

Von Kay Würker

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