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Fachmann aus Altenburg für den Willen der Klienten

Tag des offenen Notariates Fachmann aus Altenburg für den Willen der Klienten

Der Altenburger Notar Lutz Manger beteiligte am Dienstag sich am Tag des offenen Notariates. Zwischen 16 und 18 Uhr konnten sich Bürger kostenfrei vor allem zum Thema Altersvorsorge informieren, was auch rege genutzt wurde. Bei der landesweiten Veranstaltung ging es hauptsächlich um die Themen Erbschaften, Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen.

Notar Lutz Manger beteiligt sich regelmäßig am der alle zwei Jahre stattfindenden Tag des offenen Notariats.

Quelle: Jörg Reuter

Altenburg. Überall in Thüringen öffneten am Dienstag Notare ihre Kanzleien. In Altenburg beteiligte sich Lutz Manger am Tag des offenen Notariates. Zwischen 16 und 18 Uhr konnte sich Interessierte kostenfrei vor allem zum Thema Altersvorsorge informieren, was auch rege genutzt wurde. „Wir haben festgestellt, dass die Leute, die zu uns kommen ohne kommen zu müssen, vor allem Fragen zu Erbschaften, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung haben“, sagte Manger der OVZ.

Denn grundsätzlich gibt es zwei Gruppen von Klienten. Die einen benötigen den Notar, weil gesetzlich notarielle Verträge vorgeschrieben sind. Das gilt für Schenkungen, Verträge, die Firmen betreffen, die im Handelsregister eingetragen sind und Grundstücksangelegenheiten, die nach wie vor den größten Teil Mangers Arbeit ausmachen.

Die zweite Gruppe geht zu einem Notar, weil sie zur Regelung einer Angelegenheit, die sie auch allein regeln könnte, einen Experten an ihrer Seite wissen möchte. In zunehmendem Maß seien das bei ihm Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen, so der Altenburger Notar. Denn dabei gehe es darum, den eigenen Willen so niederzuschreiben, dass dieser später auch genau so umgesetzt wird. „Oder im Streitfall von einem Dritten, also einem Richter, so verstanden wird“, erläutert Manger.

Beispiel Vorsorgevollmacht: Für den Fall, dass ein Bürger seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann, weil er etwa schwer an Demenz erkrankt ist oder im Koma liegt, schreiben Gesetze vor, dass Gerichte einen Betreuer bestimmen. Dies kann aber auch jeder im Vorfeld für sich regeln und festlegen, wer sich im Fall der Fälle ums Vermögen kümmert oder die Entscheidung für oder gegen eine riskante Operation trifft. „Notare haben für solche Schreiben einfach die meiste Erfahrung. Ich stelle jährlich hunderte solcher Vollmachten aus“, so Manger.

Selbstverständlich kostet ein Notar Gebühren. Das sei aber sinnvoll ausgegebenes Geld, meint Manger, weil Laien oft missverständliche oder mehrdeutige Formulierungen nutzen. Was auch für Testamente gelte. Auch diese kann zwar jeder handschriftlich selbst verfassen, doch bei Unklarheiten sind diese anfechtbar. Ob in so einem Fall dann der Wille des Erblassers noch exakt verwirklicht wird, ist fraglich. „Das kann man vermeiden. Darüber hinaus nehmen sich beispielsweise bei Erbangelegenheiten die Kosten nichts, denn bei selbst geschrieben Testamenten fallen später Behördengebühren an.“

Von Jörg Reuter

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