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Altenburg "Falsche Signale, wenig Weitblick"
Region Altenburg "Falsche Signale, wenig Weitblick"
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20:04 28.11.2013
VW-Jets im März 2010 auf dem Nobitzer Flugplatz. Der Vorstand fuhr direkt weiter zu einer Tagung in Mosel. Quelle: Mario Jahn

In einem OTZ-Interview habe Ronneburger laut über eine mögliche Schließung des Flugplatzes in Nobitz nachgedacht, weil dieser nicht kosten- deckend arbeiten würde. Dies würden im Übrigen, so Klar, gerade einmal zwei Flugplätze in ganz Deutschland tun. "Solche Äußerungen senden unter Umständen die falschen Signale an die ortsansässige Wirtschaft und mögliche Investoren aus und zeugen von wenig Weitblick in gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen", heißt es ungewöhnlich scharf in der Pressemitteilung.

Die Ansiedlung des VW-Werkes in Mosel erfolgte vor allem auch wegen der günstigen und örtlich nahen Lage eines Flugplatzes. Wenn ein solch harter Standortfaktor aus kurzsichtigen haushalterischen Gründen in Frage gestellt werde, so dürfe man sich dann nicht wundern, wenn VW seinen Standort in Mosel infrage stellen werde, vor dem Hintergrund, dass dies ohnehin der kleinste Produktionsstandort ist, so Klar.

Dies hätte für die Beschäftigungslandschaft zwischen Altenburg und Greiz verheerende Folgen. So hängen mindestens 2000 Arbeitsplätze für Ost-thüringen direkt vom Bestand des VW-Werkes ab. Diese Zahl alleine stellt die Einpendler aus Ostthüringen dar. Hierin nicht berücksichtigt sind weitere 4000 bis 6000 Jobs, die in Ostthüringen mittelbar betroffen wären, als Zulieferer, Dienstleister und Folgegewerbe.

"Der Wirtschaftsrat der CDU fordert daher, Spekulationen über den Bestand des Flughafens in Nobitz tunlichst zu unterlassen, der mit 2200 geschäftlich veranlassten Starts und Landungen im Jahr immer noch der diesbezüglich meist frequentierteste Flugplatz Thüringens ist. Eine gute Infrastruktur hat sich seit jeher als Wirtschafts- und Jobmotor erwiesen." Warum es Überlegungen gebe, sich von einem erwiesenermaßen für die ostthüringische und westsächsische Wirtschaft maßgeblichen Standortfaktor freiwillig verabschieden zu wollen, erschließe sich den Mitgliedern des Wirtschaftsrates in Ostthüringen nicht, führte Klar weiter aus.

Gegenüber den möglicherweise immensen Kosten für die Finanzierung von Arbeitslosigkeit von mehreren Tausend Menschen in Ostthüringen, einer ohnehin nicht sonderlich strukturstarken Region, nehme sich der jährliche Zuschuss für den Flugplatz von rund 300 000 Euro geradezu bescheiden aus. "Bei einer entsprechenden Abwägung der jeweiligen Kosten liegt der Vorteil klar zugunsten des Erhaltes, ja einer Förderung des Flugplatzes auf der Hand", heißt es in der Mitteilung des CDU-Wirtschaftsrates.

Günter Neumann

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