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Altenburg Farbtupfer der Bildungslandschaft
Region Altenburg Farbtupfer der Bildungslandschaft
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19:27 21.02.2012
OB Michael Wolf (2.v.r.) nimmt das Gesuch von Schulamtsleiter Norbert Seitz sowie den Schulleiterinnen Sabine Wagner und Kerstin Höhn (v.r.) entgegen. Quelle: Mario Jahn

Von Alexander Laboda

"Ziel erreicht", rief gestern um 14.20 Uhr der Leiter des Schulamts Gera-Schmölln, Norbert Seitz, nachdem er in der Erich-Mäder-Schule vor Lehrern, Erziehern sowie Vertretern von Verwaltung und Medien offiziell seine Signatur unter das 30-seitige Konzept gesetzt hatte. In dem ist erklärt, wie die Bildungseinrichtung zukünftig Kinder erziehen und lehren will. "Für uns ist dies ein Novum", sagte Seitz weiter. "War die Schullandschaft in unserem Amtsbezirk bislang grau, so setzen wir heute einen Farbtupfer."

Angerührt wurde die Farbe - um bei dem Bild zu bleiben - von einem Team aus Lehrern der Einrichtung, in der bislang die Grund- und Regelschule unter einem Dach firmieren. "Wir haben viel diskutiert, Kompromisse geschlossen und sind das Konzept immer wieder durchgegangen", erklärte die amtierende Schulleiterin der Grundschule, Sabine Wagner, und ließ durchblicken, dass dies kein leichter Prozess war.

Dabei klingen die Ziele vernünftig, die mit der neuen Schulform verfolgt werden sollen. Pädagogischer Kern des Papiers ist laut Wagner, die seit eineinhalb Jahren interimsmäßig die Grundschule leitet, dass jedes Kind als Individuum in den Mittelpunkt des Unterrichts gestellt werde. Zwar sei dies auch bislang Anspruch gewesen. Doch erhofft sich Wagner, noch mehr Aufbruchstimmung erzeugen zu können. Zudem steige die Verantwortung von Klassenlehrern. Sie können ihre Schüler künftig von der ersten Klasse an kennenlernen, sollen diese zudem verstärkt zu einer Gemeinschaft formen. Dafür bleibt mehr Zeit, weil die Kinder im Idealfall von der ersten bis zur zwölften Klasse gemeinsam lernen. Voraussetzung dafür ist aber eine Kooperationsvereinbarung mit einem Gymnasium, die gestern kein Thema war.

Verwaltungstechnisch hätte die Umstellung die Folge, dass die bislang nebeneinander arbeitenden Kollegen von Grund- und Regelschule zu einem verschmolzen würden. Lehrer könnten hierdurch flexibler eingesetzt werden. Außerdem fiele ein Schulleiterposten weg. Eine neu zu schaffende Direktorenstelle würde ausgeschrieben, was die Hängepartie um die Besetzung des Schulleiter-Postens in der Regelschule endlich beenden würde. Ein abgelehnter Bewerber blockiert per Einspruch seit mehr als eineinhalb Jahren das Verfahren (OVZ berichtete).

OB Wolf zeigte sich optimistisch, dass der Antrag bewilligt wird und sprach von einem "Motor für die Schullandschaft". Eine Gemeinschaftsschule werde "den Wettbewerb um das beste Bildungsangebot forcieren". Zudem versprach der wahlkämpfende OB der Schule, im Erfolgsfall zum erst kürzlich sanierten Dach weitere Investitionen. "Wir müssen vor allem im Inneren noch eine Menge tun", so Wolf.

Am Morgen war dies allen Beteiligten vor Augen geführt worden: Im Gebäude platzte ein Wasserrohr, die Schüler saßen auf dem Trockenen.

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