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Altenburg Fast 2500 Schüler nutzten Altenburger Tourismus-Projekt
Region Altenburg Fast 2500 Schüler nutzten Altenburger Tourismus-Projekt
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22:54 05.12.2011
Heidi Leopold bei ihrer Lieblingsbeschäftigung: unterwegs mit einer Klasse der Regelschule Meuselwitz am Altenburger Pohlhof. Quelle: Mario Jahn

Entstanden war die Idee des Fremdenverkehrsverbandes aus einem Angebot der Deutschen Bahn, Reiseziele für Schülerfahrten kostenlos zu bewerben, wenn eine zusätzliche Leistung kostenfrei für die Schulen zur Verfügung stände.

Die Touristiker wussten um das große Potenzial der hervorragenden museumspädagogischen Arbeit in der Residenzstadt und auf Burg Posterstein, sowie der günstigen Unterbringungsmöglichkeiten in Windischleuba und Pahna und wollten diesen Schatz einem deutschlandweiten Publikum zugänglich machen.

Man müsste die ortsfremden Schülergruppen vom Bahnhof abholen und bis zu ihrem Ausflugsziel betreuen, war damals der erste Gedanke. Ein weiteres Argument sprach für das Projekt. Lehrer wie Wolfgang Böhm signalisierten, dass ihre Schüler immer weniger Kontakt zur Geschichte ihrer Heimatstadt hätten. Die spannende Vergangenheit müsste als ein Bindeglied zwischen den jungen Menschen und ihrer Herkunft, als ein wichtiger Wert in der Erziehung zum Bürger verstanden werden, war nicht nur seine Meinung.

"Was ich kenne, mache ich nicht kaputt", war schnell eine andere Stimme für das Projekt. Durch Unterstützung aus Mitteln der Thüringer Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung wurde die Besetzung einer Stelle für drei Jahre möglich. Mit Heidi Leopold war die Idealbesetzung gefunden, die sich mit Herz und Seele des aufwendigen Vorhabens annahm.

Im Laufe der Jahre etablierte sie sich nicht nur als Führerin für Kinder ab sechs und Jugendliche bis 15 Jahre. Sie gewann auch das Vertrauen der Schulen und Lehrer, indem sie mit regelmäßigen Rundbriefen empfehlend auf die Angebote der Partner in der Region aufmerksam machte. Sie erleichterte damit die Recherchearbeit der zuständigen Lehrer und beriet mit großer Kompetenz.

Die stetig wachsenden Teilnehmerzahlen und die vielen "Wiederholungstäter" sprechen für sich. Besonders die Aktionen im Sommer und zu Weihnachten zogen viele Klassen vor allem nach Altenburg.

Die beliebten Weihnachtsführungen rund um den Weihnachtsmarkt werden nun in diesem Jahr nicht von Heidi Leopold betreut werden, denn der Fremdenverkehrsverband wird das Projekt nicht verlängern. Für Kontinuität ist dennoch gesorgt.

Einerseits will sich der Altenburger Geschichtsverein, der seit neuem Mitglied im Fremdenverkehrsverband ist, mit Wolfgang Böhm dem Anliegen widmen und übernimmt zu einigen der historischen Themen auch Kinderführungen. Andererseits bietet die Altenburger Tourismus GmbH zu vergünstigten Preisen Schülerführungen und Führungen zu Kindergeburtstagen und Familienfeiern an.

Heidi Leopold hat sich Nachwuchs ausgebildet. Rocco Haas, selbst Vater von zwei Kindern im Grundschulalter, will Wissen spielerisch vermitteln. Immer interaktiv, mit Fragen im Quiz oder in Rollenspielen will er - im passenden Kostüm - Geschichte ganz lebendig werden lassen.

Die Kinderführungen zum Prinzenraub sind seit Jahren ein erfolgreiches Reiseangebot der Tourismus GmbH. Zum Thema Barbarossa wird sich Rocco Haas als Altenburger Spielmann verkleiden, der mit dem Kaiser in Italien war und in seine Heimatstadt zurückkommt.

So verabschiedet sich Heidi Leopold mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn ihr Anliegen hat sich im touristischen Leben und im Leben der Schulen der Region fest etabliert.

Christine Büring

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