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Altenburg Fast 800 Grippefälle im Altenburger Land
Region Altenburg Fast 800 Grippefälle im Altenburger Land
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17:00 21.03.2018
Die Grippe hat das Altenburger Land derzeit fest im Griff. Quelle: dpa
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Altenburg

Die aktuelle Grippewelle hat das Altenburger Land fest im Griff. Im Landkreis sind nach jüngsten Angaben des Landratsamtes in diesem Jahr bisher 771 Grippefälle verzeichnet worden – im Vergleichszeitraum im vergangenen Jahr waren es 170. Zwei Menschen sind im Kreis im Februar und März bereits an der Grippe gestorben. 2017 gab es einen Todesfall.

Auswirkungen auf den Klinikbetrieb

Im Klinikum Altenburger Land liegen derzeit 19 Grippepatienten. Die stärkste Belegung habe es am 13. März mit insgesamt 35 Fällen gegeben, berichtet Klinikumssprecherin Christine Helbig. Das hat auch Auswirkungen auf den allgemeinen Klinikbetrieb: „Einerseits benötigen mehr Patienten als sonst unsere Hilfe, andererseits sind natürlich auch Mitarbeiter von der Ansteckung betroffen. In dieser Zeit bewährt sich die strenge Anwendung von Hygieneregeln“, sagte Matthias Stolze, Kaufmännischer Direktor des Klinikums Altenburger Land. Der theoretische Unterricht für Auszubildende wurde teilweise verschoben, um die Auszubildenden auf den Stationen einsetzen zu können. Planbare Eingriffe wurden verlegt, um Bettenkapazitäten zu schaffen.

Massiver Unterrichtsausfall

„Die Grippewelle ist noch nicht überstanden. Die Mitarbeiter vollbringen seit Beginn der Grippewelle Höchstleistungen“, sagte Geschäftsführerin Gundula Werner. Unnötige Besuche im Klinikum sollten die Menschen weiterhin vermeiden. Auch im Vorjahr habe es im Altenburger Krankenhaus „erhebliche Personalengpässe“ wegen vermehrt auftretender Erkältungskrankheiten gegeben, so die Sprecherin des Klinikums. Dieses Jahr seien Ausmaß und Dauer der Grippewelle jedoch ungewöhnlich heftig.

Auch auf den Unterricht in den Schulen im Altenburger Land wirkt sich die Grippewelle massiv aus. Als „dramatisch“ bezeichnet Berthold Rader, Leiter des Schulamtes Ostthüringen, die Lage in den hiesigen Bildungsstätten. Es müsse derzeit viel Unterricht gekürzt werden, Klassen müssten zusammengelegt werden.

Von Sophie Aschenbrenner

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