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Altenburg Feiern und Gutes tun
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10:43 18.09.2017

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 Denn nach drei Jahren Pause gibt es vorgestern Abend im einmaligen Ambiente des Altenburger Schlosses wieder einen Benefiz-Ball. Knapp 500 Gäste lassen sich dieses Fest nicht entgehen.

 

 

 

"Na ja, etwas aufgeregt bin ich schon", sagt der Präsident des Altenburger Lions Clubs, Bernhard Blüher. "Es ist zwar schon der siebte Ball dieser Art, an dessen Organisation sich unser Club beteiligt. Aber es ist eben doch ein Unterschied, ob man mitmacht, oder ob man die Verantwortung trägt. Da geht der Adrenalinspiegel doch ein bisschen in die Höhe", räumt der promovierte Mediziner ein. Was seine Frau schlichtweg für eine dezente Untertreibung hält. Eine schlaflose Nacht hätten sie beide hinter sich, gesteht Gudrun Blüher. Immer in Sorge, ob auch wirklich alles klappen würde.

 

Diese Sorge erweist sich am Sonnabend als unbegründet. Denn die knapp 500 Gäste erleben einen rundum gelungenen Abend, der zum zweiten Mal gemeinsam von Lions Club, Schlossverein und Theater organisiert wurde. Und das fast ein Jahr lang, denn es sollte für viele Geschmäcker etwas geboten werden. So können die Gäste dann auch entscheiden, ob sie lieber das Showprogramm mit Orchester und Solisten des Landestheaters genießen wollen oder ob es sie eher zu den "Best of Musical" mit Felix Martin zieht. Ob sie die klassische Variante bevorzugen und deshalb die Darbietungen des Tanzkreises Schwarz-Gold im Festsaal nicht verpassen wollen oder ob sie - große Abendrobe hin oder her - zu den legendären Abba-Songs im Festzelt mal richtig "abrocken" wollen. Getanzt werden kann "zwischendurch" hier wie dort und im Bachsaal selbstverständlich auch. Wenn man angesichts der Programm-Offerten überhaupt Zeit dafür hat.

 

Die durchweg positive Resonanz angesichts eines "sehr gelungenen Balls" lässt Bernhard Blüher zusehends gelassener werden. "Eine solche Wertung macht uns schon ein bisschen stolz. Schließlich haben wir auch viele auswärtige Gäste hier, trotz der enorm starken Konkurrenz mit dem zeitgleich stattfindenden Leipziger Opernball."

 

Zu denen, die dem Schlossball in Altenburg den Vorzug gaben, gehört auch der Geschäftsführer des Klinikums Altenburger Land, Lutz Blase. "Ich wohne zwar in Leipzig, doch mein Lebensmittelpunkt ist hier. Deshalb ist mir die Entscheidung nicht schwergefallen." Und bereut hat er sie schon gar nicht. "Es ist einfach toll." Sagt's und entschwindet mit seiner Frau auf die Festzelt-Tanzfläche. Nach dem Auftritt der Revival-Band leert sich das 27 Meter lange Zelt, das trotz der aktuellen Bauarbeiten im Schlosshof aufgebaut werden konnte, gegen 23.30 Uhr allerdings relativ schnell. Auch im Bachsaal herrscht fast gähnende Leere. Dafür ist der Festsaal brechend voll.

 

Kein Wunder, denn die Gewinner der Tombola - 750 Lose zu à fünf Euro sind zuvor von netten, fleißigen jungen Damen und Herren von der Tanzschule Schaller verkauft wurden - werden ermittelt. Mit einem wunderbaren und viel Beifall bedachten Erlebnis: Der Hauptpreis, ein rund 900 Euro teures Fernsehgerät, geht an Sparkassen-Chef Bernd Wannenwetsch - der es aber nicht haben will, sondern es als Spende zurückgibt. Und sogar noch Geld drauflegen will.

 

Schließlich ist das Hauptziel des Balls, nach Abzug aller Kosten einen möglichst hohen Benefiz-Erlös zu erwirtschaften. Dieser soll der Einrichtung einer Spielkarten-Erlebniswelt für Kinder im Schlossmuseum, einer Kartenmacher-Werkstatt, zugute kommen. Sehr zur Freude von Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD), der als Dank den Ball-Organisatoren das Schloss kostenlos zur Verfügung stellte.

 

Bis der Reinerlös feststeht, wird es noch eine Weile dauern. "Jetzt freuen wir uns erst einmal sehr darüber, dass es unseren Gästen so gefallen hat", sagt Lions-Mitglied Claus Jäger sen., unter dessen Präsidentschaft das Gros der Vorbereitungen lief. "Es war ein schöner Abend bei Euch! Kompliment allen Organisatoren!", hat beispielsweise gestern ein Gast aus Greiz gemailt. "Das entschädigt für alle Mühen", sagt Claus Jäger. © Kommentar

Ellen Paul

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