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Festbesucher gehen für drei Tage auf Zeitreise zurück ins Mittelalter

Burg Posterstein Festbesucher gehen für drei Tage auf Zeitreise zurück ins Mittelalter

Die Burg Posterstein war am Pfingstwochenende fest in mittelalterlicher Hand. Die Festbesucher erlebten spannende Ritterturniere, staunten über altes Handwerk und ließen sich von Sängern, Gauklern und Feuerspuckern unterhalten. Auch die kulinarischen Angebote passten sich dem Zeitalter an.

Ohne ein ordentliches Ritter-Turnier ist das Burgspektakel in Posterstein undenkbar. Insgesamt neunmal messen die Reiter an drei Tagen ihre Kräfte.

Quelle: Mario Jahn

Posterstein. „Tretet ein in die Herrschaft Posterstein. Lasset euch verzaubern von Musikanten und Gauklern, edlen Rittern und fleißigen Schraubern.“ So schallte es am Wochenende den Besuchern des Mittelalterspektakels auf Burg Posterstein entgegen. Jedermann schritt durch ein Zeitfenster zurück in die Vergangenheit, konnte wandeln zwischen Stoffzelten, dem öffentlichem Badehaus, vorbei an Herrschaften in alten Gewändern. Dort, wo man zum zwölften Male das Ritterturnier veranstaltete und ein prächtiges Fest die Besucher bei Laune hielt. Auch wenn das Wetter dem Trubel nicht gänzlich hold gesonnen war, gab es trotzdem vieles zu sehen, zu probieren und zu erwerben.

An den über 40 Ständen zeigten die Händler und Handwerker feinste Fingerfertigkeiten. In der Zinnerei von Nico Beise wurden zum Beispiel Kettenanhänger gegossen und abgeschliffen. Gegenüber befand sich die mobile Töpferei von Marcus Uhlig. Bunte Schalen und Teller, schöne Vasen mit filigraner Dekoration hätten vor Jahrhunderten auch so mancher Fürstin gut gefallen. Kostbare Steine und teuer Schmuck fanden sich gleich an mehreren Ständen.

Ein Highlight für die kleinen Besucher war dabei die Gold- und Edelsteinwäsche, die nun seit mehr als neun Jahren ein fester Bestandteil des Mittelaltermarktes ist. Am Stand von Jörg Schlutter aus Greiz lernten die Kleinen sogar noch etwas über die Mineralien. „Ich habe die goldenen Zaubernüsse eigenhändig gepflückt und tollkühn vor einem Drachen verteidigt“, berichtete er einem Burgfräulein. Sie durfte eine magische Nuss des Zaubernussbaums knacken. Darin befanden sich Edelsteine in den Farben des Regenbogens.

Eberhardt Heieck, der Organisator des Spektakels erklärt: „Wir achten sehr darauf, dass die Kinder einbezogen werden.“ Sein Sohn Peter Klemm ist seine helfende Hand an diesem Wochenende sowie der Ansprechpartner für alle Beteiligten.

Ein etwas ungewöhnlicher, nach Eukalyptus riechender Duft breitete sich neben dem Lederpunzierer Uwe Lahl aus Gößnitz aus. Dort brachte Marion Bonitz Ölfarbe auf eine neue Leinwand. Zwei Schwäne auf einem See sollten es werden. „Das Gemälde stelle ich bald fertig“, sagte die gelernte Porzellanmalerin.

Währenddessen bereiteten sich die mutigen Ritter auf ihr nächstes Turnier vor. Jeweils drei Mal an den Veranstaltungstagen mussten sie ihr Können unter Beweis stellen. Hoch zu Ross trat ein Ritter aus Frankreich gegen Ludwig den Großen sowie den Schutzpatron aller Säufer – mehr Trunkenbold als kampfbereit – unter tosendem Applaus zum Duell an. Dabei verlangte das Erlegen eines Wildschweines oder der Ritt gegen den Roland den Teilnehmern hohe Geschicklichkeit ab.

An der Umzäunung standen viele Damen in langen, wallenden Kleidern und weißen altertümlichen Hemden, sogar die einen oder anderen Herren mit Rüstung oder Pelz über der Schulter konnte man entdecken. Peter Klemm klärt auf: „Es ist so, dass Gewandete immer eine Eintrittsermäßigung bekommen.“

Ein weiterer Zuschauermagnet war der Marktplatz. Auf ihm ließen sich alle Schaulustigen bei Speis und Trank von den Gauklern und Musikanten mitreißen. Nebelschwaden, echtes Feuer, Tiere zum Anfassen und scharfe Klingen zogen das Publikum in den Bann der Feuer- und Fakirkünstler von „Braxas A“. Ebenso die mittelalterlichen Melodien von „Cradem Aventure“ und „Los Dilletantos“ ließen die feinen Herrschaften mitwippen.

Lutz Rahn besucht wegen solcher Momente jedes Jahr gemeinsam mit seiner Frau und der Nachbarsfamilie die Burg. Er erzählte: „Wir sind bestimmt schon das sechste Mal in Folge hier.“ In Posterstein gäbe es immer etwas Neues zu erleben. „Es wurde einfach von Jahr zu Jahr besser, und das Ambiente stimmt auch“, merkt der Eisenberger noch an.

Von Eva Zorn

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