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Altenburg Festliches Antlitz an Häusern in Lucka und Kriebitzsch
Region Altenburg Festliches Antlitz an Häusern in Lucka und Kriebitzsch
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05:00 16.12.2016
Hingucker in der Luckaer Bahnhofstraße: Hier strahlt dieser Balkon besonders weihnachtlich. Quelle: Mario Jahn
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Kriebitzsch/Lucka

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt – jetzt zur Weihnachtszeit glitzert und funkelt es wieder überall. Hier scheinen Schwibbögen auf die Straße, dort erstrahlen gleich ganze Grundstücke oder Balkons in einem Lichtermeer. In Luckas Bahnhofstraße fällt besonders der Balkon von Gislinde Heilmann auf, aber auch eher versteckte Kleinode wie in der Kurzen Straße in Kriebitzsch bei Familie Köhler und ihren Nachbarn zeugen von der Vorfreude auf das Fest.

„Da haben Sie was angerichtet.“ Bei diesem Satz von gestressten Müttern muss Gislinde Heilmann immer schmunzeln, denn böse ist ihr natürlich niemand. Schließlich ist der Grund für das Aufstöhnen ihr weihnachtlich geschmückter Balkon. Daran können sich viele Kinder kaum satt sehen. Und so kommt es regelmäßig vor, dass die Mädchen und Jungen dort unbedingt vorbeischauen möchten. Seit etwa acht Jahren schmückt Gislinde Heilmann mit viel Freude in der Adventszeit ihren Balkon. „Meine Mutter kann es kaum erwarten, bis es wieder Weihnachten wird“, erzählt Tochter Anett Zollenkopp, die beim Aufbauen hilft. In ihrer Familie werde schon immer gern gebastelt und dekoriert, meint Gislinde Heilmann. Nach dem Tod ihres Gatten spendete ihr gerade der Weihnachtsschmuck auf dem Balkon Trost. So habe sich das Stück für Stück entwickelt, erzählt die 74-Jährige.

Vielleicht zwei Stunden, schätzen Mutter und Tochter, haben sie diesmal Ende November gebraucht, bis alles fertig war. „Aber eingeschaltet habe ich das Licht natürlich erst am ersten Advent.“ Bis zum Dreikönigstag Anfang Januar wird ihre festliche Deko leuchten. Ganz traditionell, obgleich, wenn Gislinde Heilmann an ihre Jugend auf den Bauernhof zurückdenkt, damals der Weihnachtsbaum nicht selten bis Ostern in der Stube stehen blieb. Und eine üppige Dekoration wie bei ihr gab es auch nicht. „Dafür hatten meine Eltern gar nicht die Zeit.“

Wenn dagegen Maxie Köhler später einmal an die Weihnachtszeit ihrer Kindheit zurückdenkt, kann sie sich an fast 1000 leuchtende Punkte im Garten und am Haus erinnern, die Vater Tino und Mutter Jaqueline seit Jahren draußen anbringen. Für die Familie ist das Schmücken inzwischen so etwas wie ein Brauch, mit dem die Weihnachtszeit beginnt. „Papa arbeitet und die Frauen bestimmen“, witzelt Tino Köhler und erzählt, dass die Initiative auf seine Frau zurückgeht „Aber mir macht es auch viel Spaß. Es ist ja auch echt schön, wenn es überall leuchtet“, plaudert Tino Köhler im Gartenhäuschen bei Räucherkerzenduft. Ein wenig schade findet er jedoch, dass mit Ausnahme seiner Nachbarschaft inzwischen recht wenige ihre Grundstücke so herrichten. Dabei ist doch Weihnachten althergebracht die Zeit des Lichter- und Kerzenscheins.

Von Jörg Reuter

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