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Altenburg Feuer in Wintersdorfer Wohnanlage:Heißes Frittierfett war schuld
Region Altenburg Feuer in Wintersdorfer Wohnanlage:Heißes Frittierfett war schuld
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00:38 03.07.2015
Flammen und Ruß haben die Fassade erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Quelle: Mario Jahn
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Aber wie es genau dazu kam, sei ebenso unklar.

Soweit es geht, ist mittlerweile wieder eine gewisse Normalität in der Fabrikstraße eingekehrt. Und damit eine Aufarbeitung der Geschehnisse in jenen dramatischen Stunden am späten Sonntagnachmittag.

Beispielsweise bei Ines Diercks. Die 44-Jährige wohnt in einer Dachgeschosswohnung des Brandhauses. "Am Sonntag hat es bei mir geklingelt. Erst habe ich noch nicht reagiert, aber als das Klingeln nicht aufhörte, bin ich doch zur Tür", erinnert sie sich. Eine Nachbarin teilte ihr mit, dass es nur zwei Etagen unter ihr brenne und sie schleunigst das Haus verlassen müsse. "Ich bin nur noch los. Derweil hatten die Nachbarin und ihre unter ihr wohnende Mutter Ursula schon die anderen hochbetagten Mitbewohner alarmiert und ins Freie gebracht", erzählt die Frau. Und sie hatten natürlich die Feuerwehr alarmiert.

Wie schnell die da war, ringt Ines Diercks bis heute Respekt ab: "Das dauerte keine fünf Minuten, eher nur drei, Wahnsinn. Und alle waren trotz der angespannten Situation freundlich und hilfsbereit", sagte sie gestern und dehnt diese Anerkennung auch auf viele andere Wintersdorfer aus: "Sie brachten den alten Leuten Stühle zum Hinsetzen, etwas zum Trinken und boten sogar Ausweichquartiere an."

Was sich derweil an der Rückfront des Wohnhauses ereignete, erschrickt die 44-Jährige noch immer: "Erst war da nur Qualm, aber dann zischte es kurz, und schlagartig loderten die Flammen die ganze Fassade hoch." Glücklicherweise sei die Feuerwehr so schnell gewesen, leistete eine professionelle Arbeit und erstickte die Flammen rasch. "Sogar meinen Wellensittich Bubi haben sie wohlauf aus der Wohnung geholt", so Ines Diercks, die sich nicht nur dafür bei der Feuerwehr bedanken will. Sie ist mittlerweile wieder in ihrer Wohnung zurück - wie auch alle anderen Mieter, mit Ausnahme ihrer Mutter und der Bewohnerin der Unterkunft, wo das Feuer ausbrach. Deren Wohnungen nahmen zu sehr Schaden.

Auch der Wintersdorfer Wehrleiter Frank Oelsch atmet auf: "Wir sind froh, dass wir so schnell agieren konnten." Ironie der Geschichte: Noch vor wenigen Wochen haben die Feuerwehrleute in dem Komplex ein taktisches Studium vorgenommen, um die Gegebenheiten genauer zu kennen. "Das hat uns am Sonntag auch geholfen."

Jörg Wolf

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