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Feuerwehrgerätehaus in Starkenberg: Noch viele Hürden sind zu nehmen

Finanzierung noch unklar Feuerwehrgerätehaus in Starkenberg: Noch viele Hürden sind zu nehmen

Einstimmig hat der Starkenberger Gemeinderat den Haushalt für das Jahr 2017 verabschiedet. Das ohne Diskussion abgesegnete Zahlenwerk mit dem üppigen Volumen von gut 3,5 Millionen Euro ist zwar in sich ausgeglichen gestaltet, birgt aber noch eine ganze Reihe unbekannter Größen.

Die Feuerwehr in Starkenberg soll ein neues Gerätehaus bekommen.

Quelle: Mario Jahn

Starkenberg. Einstimmig hat der Starkenberger Gemeinderat den Haushalt für das Jahr 2017 verabschiedet. Das ohne Diskussion abgesegnete Zahlenwerk mit dem üppigen Volumen von gut 3,5 Millionen Euro ist zwar in sich ausgeglichen gestaltet, birgt aber noch eine ganze Reihe unbekannter Größen.

So steht derzeit noch nicht fest, in welcher Höhe konkret die Umlagen der Gemeinde für den Kreis, die Verwaltungsgemeinschaft sowie die Schulen ausfallen. „Ja, das sind alles offene Posten, aber in die Haushaltserstellung sind unsere Erfahrungen der letzten Jahre eingeflossen“, räumte Bürgermeister Wolfram Schlegel (Regionale) offen ein. Auch so eine noch recht vage Position ist das mit Abstand größte Starkenberger Neubauprojekt. Für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses mit zwei bis drei Stellplätzen sind Kosten irgendwo zwischen 1,2 bis 1,4 Millionen Euro avisiert. Für dieses Großprojekt sind bislang die Planungen schon recht weit, aber noch nicht final abgeschlossen, geschweige denn steht die komplette Finanzierung.

Denn in die vermutlichen Gesamtkosten auch schon eingepreist sind Fördermittel, auf die Starkenberg hofft, aber die die Gemeinde noch lange nicht hat. Aus dem Dorferneuerungsprogramm in Höhe von bis zu 75 Prozent Bausumme sollen die kommen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind dies aber noch in vergleichsweise weiter Ferne liegende Wunschträume mit noch drei hohen bürokratischen Hürden: Bevor die Gemeinde überhaupt erst einmal einen entsprechenden Fördermittelantrag stellen kann, muss sie offiziell als Förderschwerpunkt in dem Programm anerkannt sein. Um diese entscheidende Hürde jedoch zu nehmen, muss erst ein Dorfentwicklungskonzept beim zuständigen Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung eingereicht und ohne Einwände genehmigt sein.

Zur jüngsten Gemeinderatssitzung aber wurde das mittlerweile von der Landesentwicklungsgesellschaft erstellte Dorfentwicklungskonzept erst einmal vom Gemeinderat einstimmig gebilligt.

Hürden, die Bürgermeister Schlegel aber nicht aus dem Konzept zu bringen scheinen oder gar wankelmütig werden lassen könnten. „Wir halten an unserem Vorhaben, unserer Feuerwehr ein neues Gerätehaus zu bauen, als Gemeinde fest. Das sind wir unserer Bevölkerung und unserer Feuerwehr einfach schuldig. Denn letztere leistet eine herausragende Arbeit“, betont das Gemeindeoberhaupt fast schon gebetsmühlenartig.

Laufe alles nach den Wunschvorstellungen der Gemeinde und passieren sämtliche Anträge jetzt zügig und ohne zeitraubende Einwände die übergeordneten Stellen, dann sei das Ziel, Anfang kommenden Jahres mit dem Bau zu starten, realistisch. „Vielleicht geht es sogar noch schneller und es würde bei entsprechend positiven Bescheiden und Fördermittelzusagen schon per vorfristig genehmigten Baubeginn noch in diesem Jahr“, hofft Schlegel. Im Idealfall, so rechnet das Gemeindeoberhaupt vor, könnte Mitte des Jahres die Bestätigung als Förderschwerpunkt vorliegen und damit der Weg für einen Fördermittelantrag frei sein. Bis zum Herbst sollte dieser Antrag erfolgreich beschieden und mit der hoffentlich höchstmöglichen Fördersumme in Höhe von 75 Prozent des Investitionsvolumens untersetzt in der Gemeindeverwaltung eingehen.

Alles andere, als diese Rechnung mit einigen wirklich großen Unbekannten bezeichnet Schlegel offen als „worst case“ – den schlimmsten Fall. „Aber wir halten an dem Neubau dennoch weiter fest.“ Zur Not mit tiefem Griff in die noch immer rund 422 000 Euro umfassenden Starkenberger Rücklagen, einem Nachtragshaushalt und einer Kreditaufnahme für das Gerätehaus, so der Bürgermeister auf Nachfrage.

Von Jörg Wolf

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