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Altenburg Filetstück am Haselbacher See jetzt alleine ausgeschrieben
Region Altenburg Filetstück am Haselbacher See jetzt alleine ausgeschrieben
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05:00 22.06.2016
In den Randbereichen des Parkplatzes am Haselbacher See steht das Gras bis zu einem halben Meter hoch. Quelle: Marlies Neumann
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Meuselwitz

Für die nächsten Tage sind Temperaturen von 30 Grad und mehr vorhergesagt. Dann zieht es Wasserratten und Sonnenhungrige wieder massenhaft auch an den Haselbacher See. Auf dem dortigen Parkplatz können die Fahrzeuge nach wie vor kostenlos abgestellt werden. War doch die erste Runde bei der Suche nach einem neuen Pächter erfolglos geblieben. Nach OVZ-Informationen soll es lediglich einen Interessenten gegeben haben, der nur den Parkplatz, nicht aber den zum Ausschreibungspaket gehörenden Sanitärcontainer und den Mehrzweckraum am Vereinsgelände pachten wollte. Die Bewirtschaftung aller drei ausgeschriebenen Objekte sei unwirtschaftlich, hatte er die Stadtverwaltung wissen lassen.

Diese sah sich veranlasst, nach Absprache mit dem Kulturausschuss in einem neuerlichen Anlauf, der am Freitag endet, lediglich das Filetstück, den Parkplatz, auszuschreiben. Wie schon bei der ersten Ausschreibung würde der für fünf Jahre abzuschließende Pachtvertrag die Sauberhaltung des rund 8500 Quadratmeter großen Parkplatzgeländes und des Strandbereiches sowie die Instandsetzung der vorhandenen Einrichtungen wie der Schranke einschließen.

Derzeit bietet der Parkplatz, dessen frühere Pächterin den Vertrag mit der Stadt Ende 2015 vorzeitig gekündigt hatte, ein trauriges Bild. Der Rasen in den Randbereichen, wo bei großem Andrang ebenfalls geparkt werden könnte, ist nicht gemäht und auf dem Parkplatz wächst das Unkraut vor sich hin – an manchen Stellen ist es mehr als einen halben Meter hoch. „Wenn das hohe Gras vertrocknet ist, stellt es eine hohe Brandgefahr dar“, so ein Insider, der auch zu berichten weiß, dass bis zu 400 Fahrzeuge auf den Parkplatz passen, wenn die denn ordentlich eingewiesen werden.

Bei dem schönen Wetter in den vergangenen Wochen seien der Stadt Meuselwitz, die Eigentümer des Areals ist, bei einer Parkgebühr von 2,50 Euro pro Tag mehrere Tausend Euro durch die Lappen gegangen, rechnet ein Wintersdorfer Bürger vor, der nicht namentlich genannt sein möchte. Und auch in den nächsten Tagen sei damit zu rechnen, dass der Parkplatz voll ist. Wenn die Stadt die Parkgebühren vorübergehend selbst kassiert hätte, wären da Einnahmen von mehreren Tausend Euro zusammen gekommen. „Doch da erhöht man lieber die Kitagebühren und die Steuern“, schimpft er.

Auf die Frage: „Warum betreibt die Stadt den Parkplatz inzwischen nicht selbst?“, erklärte Bürgermeister Udo Pick (BfM) gegenüber der OVZ: „Zur Betreibung des Parkplatzes steht kein Personal zur Verfügung. Einstellungen sind aufgrund der vorläufigen Haushaltsführung und der fehlenden finanziellen Mittel nicht möglich.“ Wegen der angespannten Haushaltslage sei die Stadt verpflichtet, freiwillige Leistungen zu reduzieren. „Die Unterhaltung eines Parkplatzes ist keine Pflichtaufgabe der Kommune.“

Da das Areal des Parkplatzes Eigentum der Stadt ist, ist diese jedoch für Ordnung und Sicherheit zuständig, so lange es keinen Pächter gibt. Und das wird auch noch einige Zeit so bleiben.

Was die Bewirtschaftung des Sanitärcontainers zwischen Vereinsgelände und Spielplatz betrifft, teilte Pick mit, dass es dafür noch keinen Betreiber gibt. Die stillen Örtchen bleiben also weiter geschlossen.

Von Marlies Neumann

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