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Altenburg Finanzierung für die Sanierung des Theaters in Altenburg steht
Region Altenburg Finanzierung für die Sanierung des Theaters in Altenburg steht
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00:34 19.03.2018
Startschuss für die Sanierung des Theaters Altenburg: v.l. der Technische Direktor René Prautsch, der Kaufmännische Geschäftsführer Volker Arnold, Landrätin Michaele Sojka, der Thüringer Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei Benjamin-Immanuel Hoff und der Generalintendant Kay Kuntze bei der symbolischen Fördermittelübergabe für die Sanierung im Theater Altenburg. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Bitter nötig ist die Sanierung des Altenburger Theaters schon lange – jetzt steht auch die Finanzierung. Am gestrigen Freitag übergab Benjamin-Immanuel Hoff (Die Linke), Thüringer Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, einen Bewilligungsbescheid in Höhe von acht Millionen Euro. Die Mittel stammen aus dem Landeshaushalt. Der Landkreis stellt zusätzlich Mittel in Höhe von 2,6 Millionen Euro zur Verfügung. Die Gesamtsumme wird in Tranchen bis zum Jahr 2021 bereitgestellt. „Wir wollen und wir müssen hier investieren“, sagte Linken-Politiker Hoff.

Bühnentechnik wird erneuert

Verwendet wird das Geld vor allem für die Sanierung der gesamten Bühnentechnik, die aus dem Jahr 1978 stammt und heutigen Standards nicht entspricht. „Selbst auf eBay ist es schwierig, bestimmte Schaltungen zu finden, die gerade noch im Einsatz sind. Das kann nicht sein“, meinte Hoff. Zudem soll es bald möglich sein, die von Gera nach Altenburg transportierten Bühnenbilder schneller und einfacher bewegen zu können. Geplant ist ein Containerverladegerüst, das direkt am Verwaltungsgebäude andockt.

Der An- und Abtransport von Dekorationen für das Theater Altenburg erfolgt momentan vor allem über das Seckendorffsche Palais, den Innenhof und kleine Magazinbereiche, über die Hinterbühne in das eigentliche Magazin. Eine Direktanlieferung gibt es bisher nicht. Unterschiedliche Bauhöhen der einzelnen Zugänge erschweren den Transport zusätzlich. Um die Arbeit zu vereinfachen, wird das Magazin mit neuen Fahrzeughebebühnen ausgestattet.

Barrierefreiheit durch neue Aufzüge

„Ich bin unglaublich glücklich, dass wir die Häuser in Gera und Altenburg kompatibel machen“, sagte der Technische Direktor René Prautsch. Die Sanierung bedeute eine enorme Zeitersparnis für die Mitarbeiter. „Wir werden mehr proben können und mehr Vorstellungen spielen können“, freute sich Prautsch. „Das wird eine spannende und auch harte Zeit. Doch es ist ein riesiger Glücksfall.“

Auch in ihrer Mobilität eingeschränkte Besucher werden von der Sanierung profitieren: Die Zuschauerräume werden durch einen neuen Aufzug barrierefrei erschlossen. Es sei wichtig, allen Menschen einen einfachen Zugang zum Theater zu gewähren, betonte Hoff. Weiterhin werden am Zwischenbau, also dem Verwaltungstrakt, Fassade und Dach instandgesetzt.

Die Baumaßnahmen sollen im Sommer 2019 starten und werden mindestens anderthalb Jahre dauern. In dieser Zeit muss das Theater komplett schließen, eine Wiedereröffnung ist zum 150-jährigen Jubiläum des Hauses im Januar 2021 geplant. Der Spielbetrieb wird bis dahin auf alternative Spielstätten ausweichen. Die Spielzeit 2018/2019 soll noch normal ablaufen.

„Investition in die Zukunft des Landes“

Dass die Sanierung dringend notwendig sei, betonte auch Landrätin Michaele Sojka. Sie selbst habe während ihrer Schulzeit in Altenburg als Statistin auf der Bühne des Theaters gestanden, erzählte die Linken-Politikerin am Freitag. „Und hier sieht es immer noch genauso aus wie damals!“ Das müsse sich ändern. Generalintendant Kay Kuntze verglich das Theater mit einem Gefäß, „in dem sich Kunst und Kultur entwickeln sollen und das immer mehr Risse bekommen“ habe. Diese Risse gelte es nun zu kitten. „Wir investieren hier in die Zukunft des Theaters, der Kunst und der Kultur. Das bedeutet, dass wir auch in die Zukunft des Landes investieren. Heute ist ein guter Tag für die Menschen, die hier leben“, sagte Kuntze.

Auch Minister Hoff ist sich sicher, dass das Geld sinnvoll angelegt ist: „Ich bin überzeugt davon, dass Investitionen in die kulturelle Infrastruktur unverzichtbar sind für unser Kulturland Thüringen. Und wir machen den ländlichen Raum Thüringens noch attraktiver als Heimat für Kulturschaffende und Kreative.“

Von Sophie Aschenbrenner

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