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Altenburg Firma fällt im Altenburger Westen zu viele Bäume – Stadt will weitere Ersatzpflanzungen
Region Altenburg Firma fällt im Altenburger Westen zu viele Bäume – Stadt will weitere Ersatzpflanzungen
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00:22 08.02.2018
Diese Kiefer an der Geraer Straße wurde unrechtmäßig gefällt. Quelle: privat
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Altenburg

Der Bau der Seniorenanlage Jahnpark schlägt weiter Wellen in Altenburg. So bestätigten Recherchen die Beobachtungen von Anwohnern, dass auf dem Grundstück an der Geraer Straße Bäume gefällt wurden, die laut Bestandsplan hätten erhalten werden müssen. Konkret geht es um eine Tanne, eine Kastanie und eine Kiefer. Allesamt stattlichen Ausmaßes, weil schon älter. Dafür blieben zwei jüngere Bäume mehr stehen, als die Anlage zum Bebauungsplan vorsieht. Zu diesem Schluss kam auch eine Prüfung der Stadtverwaltung infolge eines OVZ-Berichts und Bürgerbeschwerden.

„Zwei Bäume, eine Kastanie und eine Tanne, sind mutmaßlich durch Sturm Friederike beschädigt und deshalb gefällt worden“, erklärte der Chef der Stadtwirtschaft, Denis Anders, der von Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) mit der Sache betraut wurde. Nachprüfen könne man das nicht mehr, weil die Bäume bereits weg sind. Anwohner sprechen jedoch davon, dass einer der beiden Bäume bereits vor dem Orkan gespalten, aber standsicher gewesen sei. Der dritte Baum, der laut Bestandsplan eine Birke gewesen sein soll, war tatsächlich eine Kiefer. „Diesen Fall klären wir noch auf“, so Anders. „Eventuell wird sich der Vorhabenträger erkenntlich zeigen.“ Heißt: Auf Hinweis der Stadt könnte der Bauherr – neben den für die übrigen Fällungen vorgesehenen Ersatzmaßnahmen – weitere Bäume pflanzen.

Gute Chancen dafür sieht Anders aber nicht nur wegen der beiden jungen Bäume, die zusätzlich stehenblieben, sondern auch, weil der Bauherr um Akzeptanz für den Jahnpark bestrebt ist und zudem beantragt hat, weitere Bäume fällen zu dürfen. Dabei geht es um zwei große Fichten, die im Bestandsplan fälschlicherweise als Tannen ausgewiesen sind, nahe den Häusern „An den Geraer Linden“. Grund hierfür sei ein Befall durch die Fichtenlaus, erklärt Anders. „Die befällt erst die älteren Nadeln, die braun werden und abfallen, und dann die jüngeren.“ Das gehe so lange, bis sie bei den frischen Trieben angekommen sei. „Der Baum wird kahl und früher oder später stirbt er.“

Deswegen sei er bereits mit dem Baudezernat übereingekommen, die weiteren Fällungen zu genehmigen, sagt Anders. „Es gibt keinen Grund, das abzulehnen. Aber wir werden dafür Sorge tragen, dass hochwertige Ersatzpflanzungen hinkommen.“ Schließlich gelte es, dem Sinn der bisherigen Festlegung – Sicht- und Lärmschutz – nachzukommen. „Das könnte eine Hainbuche oder eine Stieleiche sein, was allen mehr entgegenkommen dürfte als die jetzige Situation.“

Von Thomas Haegeler

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