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Altenburg Flashmob am Altenburger Bahnhof
Region Altenburg Flashmob am Altenburger Bahnhof
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18:26 06.11.2018
Ronald Mernitz fordert im Altenburger Bahnhof das Ende des Ersten Weltkrieges ein. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Vor einhundert Jahren erbebte Deutschland unter der Ereignissen der Novemberrevolution . Wie das wohl gewesen ist, als Matrosen zu den Bürgern sprachen und sie aufforderten, sich zu wehren? Das möchte der Verein Weimarer Republik e.V. erlebbar machen. Deshalb fahren zurzeit vier Schauspieler durch Deutschland. Sie halten an den Bahnhöfen und stellen innerhalb eines Flashmobs die Revolution von damals nach.

„Wir wollen frei sein!“

Ein ganz normaler Dienstagnachmittag am Altenburger Bahnhof: Reisende kommen vom Bahnsteig und laufen in Richtung Ausgang. Nach und nach sammeln sich jedoch immer mehr Leute im Eingangsbereich. Ein Banner wird aufgestellt, mehrere Menschen halten Plakate in die Höhe. „Nieder mit dem Krieg“ und „Freie Wahlen“ stehen auf diesen drauf. Ein Mann in einer altertümlichen Matrosenuniform stellt geräuschvoll einen Hocker vor die Masse. Mit lauter Stimme erzählt er, dass er zusammen mit den anderen Matrosen von Bahnhof zu Bahnhof reise, um eine Revolution einzufordern. „Nieder mit dem Kaiser! Wir wollen frei sein“, brüllt er mit lauter Stimme.

In 50 Bahnhöfen findet das Schauspiel statt

Zum hundertjährigen Jubiläum der Novemberrevolution findet dieser Flashmob deutschlandweit an den Bahnhöfen statt. Die Weimarer Republik e.V. möchte mit „Die Revolution rollt“ daran erinnern, dass 1918 der Funke der Revolution von der Küste her über die Bahnhöfe rollte. „Viele haben diese Revolution vergessen. Dabei hat es zu so vielem geführt, wie zum Beispiel das Wahlrecht“, erklärt der Schauspieler Ronald Mernitz. Er und drei weitere Schauspieler fahren seit dem 3. und noch bis zum 9. November durch Deutschland, um die Novemberrevolution wieder in das Gedächtnis der Bürger zu rufen. Sie fordern das Ende des Ersten Weltkrieges und ihre Rechte ein.

Am 9. November treffen sie sich zu viert in Berlin, wo sie zum letzten Mal Szenen der Revolution nachstellen. „Es war keine organisierte Revolution, sie entstand einfach“, erzählt Mernitz. Die Matrosen und viele weitere Menschen aus der Arbeiterklasse seien müde vom Krieg gewesen und haben so den Weg in die Demokratie geebnet, die mittlerweile selbstverständlich für uns geworden ist.

Von Nicole Grziwa

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